20-Millionen-Euro-Vertrag Siebtechnik liefert 40 Großzentrifugen nach China

Redakteur: Manja Wühr

Im Rahmen eines kürzlich unterzeichneten Vertrages über 20 Millionen Euro, hat Siebtechnik die Lieferung von 40 Großzentrifugen an den chinesischen Kaliproduzenten Qinghai Salt Lake Industry (Qinghai Potash Production; QPP) aufgenommen. Anlässlich der Achema feierte Siebtechnik den Vertrag mit Führungskräften von QPP.

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Die Siebtechnik-Geschäftsführer Karl Bongartz (links) und Horst Dietschreit (rechts) zusammen mit QPP-Präsident Li Xiaosong
Die Siebtechnik-Geschäftsführer Karl Bongartz (links) und Horst Dietschreit (rechts) zusammen mit QPP-Präsident Li Xiaosong
(Bild: Siebtechnik)

Frankfurt am Main – Das erste Cluster mit zwölf Maschinen wurde im Juni ausgeliefert, die Lieferung der restlichen 28 Zentrifugen soll bis zum November erfolgen. Der Auftrag umfasst auch die CX 1500 Baureihe, bei der es sich laut Horst Dietschreit, Geschäftsführer bei Siebtechnik, mit einem Leistungsumfang von 100 Tonnen in der Stunde und pro Maschine um die größte Siebschneckenzentrifuge handelt, die jemals hergestellt wurde. Das CX 1500-Model wurde letztes Jahr speziell gemäß den Bedürfnissen des Kunden konstruiert und das Testmodel wurde von Siebtechnik innerhalb von sieben Monaten entwickelt.

„Sämtliche Siebtechnik-Zentrifugen werden für spezielle Anwendungen individuell konstruiert,” erklärt Siebtechnik Geschäftsführer Karl Bongartz. „Dies ermöglicht den Kunden eine höhere Produktionseffizienz,” sagt Bongartz. “Zudem wurde die CX 1500 mit einer geringeren Anzahl an Komponenten entwickelt, um den Wartungsbedarf zu verringern.“

Die 40 Zentrifugen werden in einer QPP-Anlage installiert, die anfänglich eine Million Tonnen Kali pro Jahr herstellen wird. Zukünftig soll das Produktionsvolumen der Anlage mit dem Einsatz von 120 CX 1500-Zentrifugen dann auf drei Millionen Tonnen pro Jahr erhöht werden. Die in Kali enthaltenen Kalisalze werden größtenteils als landwirtschaftlicher Dünger eingesetzt.

Um den Großauftrag durchzuführen, hat Siebtechnik bereits pensionierte Mitarbeiter wieder angeworben, die zu Ihrer Arbeitsstelle zurückgekehrt sind und nun die Maschinen für das Projekt im Siebtechnik Werk in Mühlheim herstellen. Siebtechnik ist zudem gerade dabei ein neues Werk in China zu errichten, dessen Fertigstellung für den November geplant ist.

Aber auch unabhängig von dem neusten Auftrag aus China kann das Unternehmen eine Serie an überragenden Erfolgen verbuchen. „Wir sind bereits heute voll ausgelastet für die Jahre 2012 und 2013,” sagt Bongartz. Noch kurz vor der Achema hat das Unternehmen zusätzliche Aufträge für CX 1500-Modelle von Unternehmen aus Indien und Kanada erhalten,” erläutert Dietschreit. Er führt dann weiter aus, dass das im Jahr 1922 gegründete Unternehmen als Teil eines privat geführten Familienunternehmens (Swiss Stafag Holding) sich für die Geschäftsstrategie entschieden hat, keine Standardmaschinen, sondern ausschließlich maßgeschneiderte Zentrifugen zu konstruieren und zu bauen. „Ein erheblicher Teil des Unternehmenserfolges ist auf die Stellung von Siebtechnik als selbst finanziertes, mittelständisches Unternehmen zurückzuführen, was uns große Flexibilität ermöglicht,“ erklärt Bongartz und ergänzt: „Zur gleichen Zeit betreibt das Unternehmen jedoch auch Niederlassungen innerhalb eines etablierten internationalen Netzwerks.“

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