Ob Getreide, Baustoffe, Futtermittel oder Kunststoffe, so unterschiedlich diese Materialien in ihrer Beschaffenheit und Handhabung auch sein mögen, es eint sie eine Eigenschaft, die Anlagenbetreiber fragend zurücklässt. Wie bekomme ich Schüttgüter sicher und schnell verladen, wenn sie dabei Unmengen an Staub produzieren?
Siloanlage mit Torex Bellojet zur Verladung in geschlossene Eisenbahnwaggons
(Bild: Wam Group)
Schnell und sicher sind an für sich keine konvergenten Anforderungen, so auch bei trockenen Schüttgütern. Je schneller man sie transportiert (fördert), desto stärker werden sie aufgewirbelt und bilden je nach Größe und Menge der Partikel eine unkontrollierbare Staubwolke. Dieser Staub stellt Anlagenbetreiber vor Probleme, die bis vor wenigen Jahren noch gar nicht im Bewusstsein verankert waren. Mittlerweile sind die Gefahren der verschiedenen Stäube längst keine Angelegenheit mehr, mit der sich ausschließlich Experten befassen, sondern ein in der breiten Öffentlichkeit thematisiertes Problem, das fast jeden betrifft. Die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind vielfältig, wobei der Grad der Gesundheitsschädigung abhängig von der Staubart, der Partikelgröße und dem Ort der Ablagerung ist.
Die Berufsgenossenschaften warnen bereits seit Jahren vor den gesundheitlichen Folgen wie Reizungen oder Entzündungen der oberen Atemwege, Hustenreiz, Entzündungen der Bronchien und des Lungengewebes usw. Toxische, krebserzeugende oder allergisierende Staubteilchen, beispielsweise Quarzstaub, Schwermetalloxide, Schweißrauch, Holz oder Mehlstäube, entfalten ihre schädigende Wirkung in Atemwegen und anderen Körperorganen. So kann mineralischer, quarzhaltiger Staub zu Silikose führen und Lungenkrebs verursachen, während beim Verladen von Zement auftretende Stäube Reizungen und Verätzungen von Haut und Augen bewirken können.
Event-Tipp der Redaktion Das 12. Schüttgut-Forum findet auch 2018 wieder im Rahmen der Förderprozess-Foren statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Programm, Erfahrungsaustausch und Rahmen des Forums sind top, wie uns Teilnehmer dieser Nutzwertveranstaltung bestätigen. Unsere Bildergalerien zum letztjährigen Event zeigen Impressionen der Veranstaltung sowie die Referenten des Schüttgut-Forums.
Neben den langfristigen gesundheitlichen Schädigungen durch Kontakt oder Einatmen von Stäuben lauern weitere Risiken in einer staubreichen Umgebung. Bilden sich Staubschichten am Arbeitsplatz, laufen Mitarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes Gefahr, auf diesen wegzurutschen und sich zu verletzen.
Umfangreiches Zusatzequipment
Lieferbar sind Torex-Verlader mit oder ohne integriertem Entstaubungsfilter. Dank des umfassenden Zusatzequipments können sie in nahezu jeder Branche eingesetzt bzw. auf die jeweiligen Anforderungen des Kunden abgestimmt werden. Zu den wichtigsten Optionen zählen temperatur- und verschleißbeständige sowie antistatische Verladebälge und Filtermedien, unterschiedliche Steuerungen von der Handkurbel bis zur Funk-Fernbedienung, verschiedene Füllstandmelder und Ausläufe mit Verschlusskegel. Eine Besonderheit ist die Verwendung des von Wam entwickelten Sint-Polymerwerkstoffes, der hervorragende Verschleißschutzeigenschaften hat. So ist z.B. der Aufsatzkonus bei Garnituren zur geschlossenen Verladung aus dem schützenden Polymer ausgeführt, wodurch gleichzeitig auch eine deutlich bessere Abdichtung erfolgt.
Häufig unterschätzte Gefahrenquelle
Insbesondere eingestaubte Leitersprossen und Geländer auf Silofahrzeugen bergen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial. Sammelt sich Getreidestaub als Staubwolke in der Luft, entsteht ein hochexplosives Gemisch, das beim Entzünden im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.
Unglücklicherweise sind Stäube nur schwer und teilweise gar nicht sichtbar, sodass ein frühzeitiges Erkennen und Identifizieren der Stäube fast unmöglich ist. Viele Mitarbeiter sind sich der Gefahr oft nicht bewusst und müssen deshalb durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Doch nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter ist betroffen, auch die Umwelt leidet.
Bei Anlagen in der Nähe von bewohnten Gegenden oder bei Neubauten müssen Anlagenbauer und -betreiber Gesetzesvorschriften beachten, deren Nichteinhaltung zu hohen Bußgeldern und Betriebsschließungen führen kann. Umweltverbände, Anwohner und Bürgerinitiativen bauen zusätzlichen Druck auf und machen zu Recht mobil gegen den unkontrollierten Umgang mit staubendem Material.
Proaktiv handeln mit modernen Entstaubungsfiltern
Den Forderungen nach besseren Vorkehrungen kommen viele Betreiber nach und investieren aus diesem Grund in immer effizientere Filtertechnik, die vor allem beim Beladevorgang eines Silos zum Tragen kommt. Hochmoderne Entstaubungsfilter mit innovativem Filtervlies reduzieren die Staubemissionen auf weniger als 1 mg/Nm und unterbieten damit sogar die gesetzlichen Vorgaben. Wer so proaktiv handelt, hat langfristig Betriebssicherheit und die besseren Argumente auf seiner Seite.
Auch beim Verladeprozess sollten Betreiber auf eine Verladegarnitur mit Filtersystem zurückgreifen, wenn Pulver und stauberzeugende Granulate gehandelt werden müssen. Während das Material durch den Balg des Verladers fällt, entsteht im Innern des Empfangsbehälters eine Staubwolke, die über den Balg abgeleitet und gefiltert werden muss, um den bereits genannten Gesundheitsgefahren, Staubexplosionen und Umweltverschmutzungen vorzubeugen. Dies gelingt nur mithilfe eines doppelwandigen Balges in Kombination mit einem geeigneten Entstaubungssystem: Die staubige Luft wird durch den Zwischenraum der beiden Balgwände vom Ventilator des Filters abgesaugt und über die Filterelemente als reine Abluft in die Umwelt abgegeben. Einige Hersteller wie Wam bieten bereits Verladegarnituren mit integriertem Filtersystem an. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass der entstandene Staub aus der Luft herausgefiltert und nach der Abreinigung der Filterelemente dem Verladeprozess wieder zugeführt wird. Dadurch muss kein aufwändiges Abreinigungssystem zusätzlich installiert werden.
Stand: 08.12.2025
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Anschluss an externe Filtrationsanlagen
Allerdings sind die Einsatzgebiete dieser Verlader eingeschränkt. Mit zunehmender Größe des Verladers in Durchmesser und Länge gelangen die integrierten Filter an ihre Leistungsgrenze und können das Volumen an Rohgas nicht mehr filtern. Leistungsstärkere Filter würden wiederum die Einbauhöhe der Verladegarnitur inakzeptabel verlängern, was kostenintensiv wäre. Da im Anlagenbau nämlich jeder Zentimeter Höhe zählt. Über eine entsprechende Anschlussvorrichtung können jedoch auch größere Verlader mit einem Durchsatz von bis zu 1800 m3/h an eine zentrale, externe Filtrationsanlage angeschlossen werden. In diesem Fall lässt sich das Filtersystem noch variabler konfigurieren und man erfüllt einen schnellen wie sicheren Transport des Schüttguts. Erweitert man die Verladegarnitur zusätzlich um eine integrierte Füllstandsmessung, unterbindet man außerdem ein unbeabsichtigtes Überladen und damit eine gefährliche Verunreinigung an der Verladestelle. Ist der Verladevorgang abgeschlossen, verhindert idealerweise ein Verschlusskegel den Verlust von Materialresten aus dem Balg, wenn dieser beim Hochfahren zusammengezogen wird.
Hat man die sichere Verladung gewährleistet und die Staubemissionen wesentlich reduziert, darf man sich als Betreiber über einen attraktiven, weil monetären Nebeneffekt freuen. Jedes Staubkorn, das nicht an die Umgebung verloren wurde, kann dem ursprünglichen Verwendungszweck zugeführt werden. Seit nunmehr 30 Jahren bietet die Wam Group Verladegarnituren der Marke Torex an und ist heute einer der weltweit führenden Hersteller im Bereich Verladetechnik. Die Verladegarnituren vom Typ Bellojet werden in verschiedenen Varianten und Baugrößen in Serie gefertigt und sind zu tausenden weltweit im Einsatz. Das Verladeprogramm beinhaltet Baureihen für die offene Verladung von Schiffen und Lkw bis zu einer Kapazität von 1800 m3/h sowie geschlossene Systeme für die Befüllung von Silofahrzeugen (bis zu 500 m3/h).