Thyssen Krupp Industrial Solutions

Schiefergas – immer noch Thema Nr.1 für den Großanlagenbauer aus Essen

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Regionalstruktur gegen Engpässe

Bei Großprojekten, wie den beiden Düngemittelkomplexen in Iowa, soll künftig die neue Struktur der Regionalcluster greifen, der den Austausch der BUs an den Standorten garantieren soll.

Beispiel Nordamerika. Hier gibt es drei Standorte in Calgary, Denver und Mexiko-Stadt, die früher unabhängig von einander agierten, weil sie von Uhde, Polysius und Fördertechnik betrieben wurden.

Heute soll eine enge Vernetzung der rund 1000 Mitarbeiter über die Bereiche hinweg, Engpässe vermeiden helfen und kurzfristige Reaktionen ermöglichen, wenn ein Auftrag kommt, wie kürzlich in Iowa geschehen. 75 Prozent der Mitarbeiter seien Bereichs übergreifend einsetzbar, schätzt Atzpodien.

Solche Maßnahmen sollen auch die Abwicklungskompentenz stärken. Ziel sei es Projekte bis zur Größenordnung größer 1 Milliarde Euro abwickeln zu können, wobei der Montageanteil das Gewerk mit dem größten Risiko ist. Deshalb gelte es, bei EPC-Projekten den Einzelfall zu betrachten, Montagearbeiten in Noramerika oder Kanada seinen deutlich teurer und risikoreicher als etwa in Arabischen Ländern.

Die Regionen sollen künftig überhaupt eine deutlich größere Rolle spielen. Ohne regionale Kenntnisse geht in den meisten Ländern gar nichts. „Wir wollen uns näher an den Kunden begeben,“ gibt der Industrial Solutions-Chef die Richtung vor.

In ausgewählten Regionen sollen außerdem Technologie-Hubs entstehen, die federführend in bestimmten Technologien sind und vor dort aus Projekte weltweit unterstützen. Paradebeispiel dafür ist der Planungsstandort Indien.

Beim Service ist noch Luft nach oben

Als Umsatzhebel hat Atzpodien auch das Service-Geschäft identifiziert. Von derzeit 13 auf soll der Anteil am Umsatz auf 20 Prozent steigern. Die Servicekultur in den einzelnen Bereichen sei unterschiedlich ausgeprägt, sagt er. Um das Thema insgesamt stärker in den Fokus zu rücken, habe man eigene Einheiten geschaffen, die die Serviceaktivitäten strategisch angehen sollen.

Auch technologisch will man nicht stehen bleiben und die Basis verbreitern. Kleinere Zukäufe seien nicht ausgeschlossen.

(ID:43240540)