Thyssen Krupp Industrial Solutions

Schiefergas – immer noch Thema Nr.1 für den Großanlagenbauer aus Essen

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Ehrgeizige Ziele bis zum Ende des Jahrzehnts

Gemessen an der Zahl von 18000 Mitarbeitern ist die Sparte im Konzern eher ein Leichtgewicht, trägt aber mit einem Umsatz (2013/2014) von 6,3 Milliarden Euro und einem EBIT von 420 Millionen erheblich zum Konzerngewinn bei. In Zukunft soll der Umsatz jedoch ganz erheblich steigen.

„Innerhalb des Konzerns haben wir den Auftrag, organisches Wachstum zu generieren,“ betont Atzpodien. Das Ziel sei, stärker zu wachsen als der Markt und so Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb zurück zu erobern. Bis zum Ende des Jahrzehnts steht die Messlatte für Industrial Solutions bei 8 Milliarden Euro, wobei Atzpodien sich nicht auf ein genaues Jahr festlegt. 2 Milliarden Euro soll dabei der Bereich Process Technologies erwirtschaften.

Unrealistisch sind diese Zahlen nicht. Insgesamt ist die Business Area gut aufgestellt und in vielen Bereichen reklamiert Atzpodien die Technologieführerschaft. „Technologiekompetenz zeichnet uns am Markt aus,“ betont er. Um die Nachfrage nach „mehr“ und „besser“ sowie die Megatrends der Zukunft Demographie, Urbanisierung, Klimawandel oder Ressourcenknappheit, zu bedienen, würden die Lösungen von der Industrial Solutions Ingenieure gebraucht.

Schiefergas und kein Ende

Der aus der Uhde hervorgegangene Bereich Process Technologies setzt große Hoffnungen in den amerikanischen Schiefergasboom, der bereits eine Welle von Projekten zum Bau von Düngemittelanlagen aus gelöst hat. Drei Düngemittelprojekte hat Process Technologie gewonnen. Und nun rechnet sich Ramses Shehata, CEO des Regional Clusters Amerika, Chancen aus, von Downstream-Projekten zu profitieren, die im Zuge der in Nordamerika geplanten Cracker-Kapazitäten entstehen werden.

Eine Propandehydrierungs-Anlage, die das von Uhde entwickelte (STAR)-Verfahren (Steam-Active-Reforming) nutzt, ist gerade im texanischen Petrochemiekomplex Point Comfort am Entstehen. Process Technologies liefert die Lizenz, das Basic Engineering, das Detail Engineering für die Schlüsselausrüstung, die Lieferung des Katalysators und unterstützt während der gesamten Projektabwicklung. Auftraggeber ist Formosa Plastics Corporation.

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