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Über verfahrenstechnische Aufgabenstellungen hinaus war ein Steuerungssystem gefragt, das spezielle Anforderungen hinsichtlich Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit sowie Bedienkomfort und Datensicherheit erfüllt. Das Wassermanagementsystem Liprocontrol, das unter WinCC läuft, wurde so im Technikum eingesetzt. Gleichzeitig lässt sich der jeweilige Betriebszustand der Wasseraufbereitungsanlagen sowie der Prozesssysteme jederzeit grafisch darstellen. Die Archivierung und Auswertung prozessrelevanter Parameter sind kein Problem mehr. Trends und Wartungsansätze können so frühzeitig erkannt werden.
Das erhöht die Verfügbarkeit der Anlagen, Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen werden planbar. Vorteile, die sich – auch auf längere Sicht gesehen – für Wella auszahlen. „Durch die Möglichkeit, die Prozess-Parameter zu archivieren und regelmäßig auszuwerten, können wir pro-aktiv handeln. Wir erkennen frühzeitig Trends und wissen, wann wir etwas tun müssen, um einen optimalen und reibungslosen Anlagenbetrieb zu gewährleisten“, bestätigt Schäfer.
Auf Nummer sicher
Für Projektmanager Schäfer war zudem wichtig, „dass die Anlagentechnik vorher qualifiziert wurde und uns so ein erheblicher Aufwand vor Ort und eventuelle Ausfallzeiten erspart bleiben.“ Mit dem FAT (Factory Acceptance Test) bietet das Reinstwasserunternehmen seinen Kunden einen Mehrnutzen bei der Prüfung der Anlagen: Sie werden bei Christ vorqualifiziert. Ein FAT dauert in der Regel zwischen einem und mehreren Tagen und findet im Beisein des Kunden statt. Die Anlagen werden im Werk vollständig vormontiert und anschließend gemeinsam nach einem klar definierten FAT-Plan getestet. Neben den Anlagen wird auch die komplette Fertigungs- und Anlagendokumentation geprüft. Dies reduziert den Aufwand für die gesamte Validierung der Anlage und spart Zeit von der Inbetriebnahme bis zur Übergabe.
Der Autor ist Projektleiter bei der Christ Pharma & Life Science GmbH, Vaihingen/Enz.
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