Reinstwassererzeugung

Sanierung von Anlagen zur Reinstwassererzeugung im laufenden Betrieb

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Eine Ozonmessung mit Messstellenumschaltung sowie eine UV-Bestrahlungseinheit sind in die Loopo-Anlage integriert. Darüber hinaus wurden ein Wärmetauscher zur Temperierung des Wassers im Ring sowie die Möglichkeit zum Anschluss einer mobilen TOC-Messung (Total Organic Carbon) zur Beurteilung der organischen Qualität des Reinstwassers vorgesehen.

Sanierung im laufendem Betrieb

Für Wella stand von Anfang an fest, dass die Sanierung den laufenden Betrieb in Hünfeld in keiner Form beeinträchtigen sollte. „Grundvoraussetzung war, dass ein paralleles Arbeiten während der Inbetriebnahme der neuen Anlageelemente möglich ist und der laufende Produktionsprozess nicht unterbrochen werden muss“, betont Schäfer. „Die Möglichkeit des Umbaus und die Integration unter Produktionsbedingungen machten das Projekt für uns besonders interessant.“ Für Schäfer war dies jedoch nicht der einzige Grund, das Projekt mit den Reinstwasserspezialisten umzusetzen. „Unser Augenmerk galt der Wirtschaftlichkeit, also der Optimierung von Betriebs-kosten. Das war unser Hauptgrund, den Weg mit Christ zu beschreiten.“

Durch die nach der Umkehrosmosestufe installierte Konzentrataufbereitung konnten mit der Christ-Anlage die Ausbeute von 75 auf 90 Prozent erhöht und die Betriebskosten weiter reduziert werden. Um Wasser in PW-Qualität wirtschaftlich herzustellen, wurden zwei Osmotron-Reinstwassererzeuger mit einer Leistung von 2 x 6 m³/h inklusive Enthärtungsanlage, Umkehrosmose und nach geschalteter Elektrodeionisation (EDI) installiert.

Mit Septron Bio-Safe bietet Christ das weltweit erste Elektrodeionisationsmodul mit integrierter Membranstufe an. Es basiert auf der bewährten, patentierten Spiralwickeltechnik und ist um eine Membraneinheit zur Partikel- und Keimabscheidung ergänzt. Den Septron-Modulen wird das aufbereitete Wasser der Umkehrosmose zugeführt und dieses kontinuierlich entsalzt. Das Verfahren erfolgt durch elektrischen Strom ohne Zugabe von Chemikalien bei geringem Energieeintrag.

Schäfer sieht zudem in der Sanitisierungsmethode mit Heißwasser klare Vorteile: „Die Heißwasser-Sanitisierbarkeit und die Möglichkeit der Ozonlagerung garantieren uns eine gleich bleibend hohe Qualität. Das bedeutet für uns einen enormen Sprung nach vorn.“

Ein unschlagbares Team

Mit der Kompaktanlage Loopo lässt sich das Purified Water verteilen, kontinuierlich desinfizieren und überwachen. Kombiniert mit dem Osmotron-System zur Reinwasserherstellung erhielt Wella eine sichere und wirtschaftliche Anlage aus einem Guss. Das produzierte Wasser wird in bereits vorhandene Speichertanks gefördert, die GMP-gerecht umgebaut wurden. Die Anlage verfügt nun über zwei Systeme zur Wasserlagerung (kalt und heiß) sowie drei Verteilsysteme mit unterschiedlich konfigurierten Loopo-Verteilracks, die verschiedenen Anforderungen gerecht werden:

Einheit zur Verteilung des Kaltwassers mit einer Umwälzleistung von 40 m³/h, Steritron zur Ozonisierung (12 g/h), Ozonmessung, UV-Anlage, einem Wärmetauscher zur Temperierung des PW im Ring und einer mobilen TOC-Messung;

Einheit zur Verteilung des Heißwassers mit einer Umwälzleistung von 40 m³/h, einem Wärmetauscher zur Temperierung des PW im Ring und einer mobilen TOC-Messung. Die Leistung der Anlage wird abhängig vom Füllstand beziehungsweise vom Wasserverbrauch in der Produktion geregelt (4-12 m³/h). Die Dynamisierung der Anlagenleistung ermöglicht es, auf schwankende Produktionsanforderungen wirtschaftlich zu reagieren.

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