Länderreport Russland

Russlands Chemieindustrie boomt

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Außenhandel

Russland importierte 2011 chemische Erzeugnisse im Wert von 39,8 Mrd. US$. Das waren 20,3% mehr als im Vorjahr. Deutschland ist vor allem im Bereich Pharmazeutika und bei Kunststoffen und Polymer-Produkten Hauptlieferant. Die Importe aus der Bundesrepublik beliefen sich 2011 auf 7,1 Mrd. US$. Aber vor allem bei Arzneimitteln setzt Russland auf eine drastische Lokalisierungsstrategie.

Die Importe von Lacken und Farben in die russische Föderation legten 2011 um 7% zu. Mit 34% stammten mehr als ein Drittel aller synthetischen Farben und Lacke aus dem Ausland. Laut Rosstat entfielen je 16% der volumenmäßigen Importe auf die Lieferländer Deutschland und Polen. Danach folgten Finnland und Schweden.

Geschäftspraxis

Eine Reihe von chemischen Produkten (auch Importerzeugnisse) ist nach dem russischen Normensystem GOST-R zertifizierungspflichtig. Für die Zertifizierung vor Ort stehen Prüf- und Testlabors zur Verfügung, die für die entsprechenden Warengruppen beim Normeninstitut Föderale Agentur für technische Regulierung und Metrologie akkreditiert sind.

In Deutschland werden von der russischen Seite anerkannte Zertifikate von der DIN GOST TÜV Berlin-Brandenburg, Gesellschaft für Zertifizierung in Europa mbH (GZE Berlin) und der in Hamburg ansässigen SGS-Controll-Co. m.b.H. erteilt. Bei der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien orientiert sich Russland am UN-System GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals).

Wichtige Internetseiten sind http://www.gost.ru (Föderale Agentur für technische Regulierung und Metrologie) und die Datenbanken zum Normensystem GOST-R.CatalogOfStandarts sowie http://www.vniiki.ru.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Russland finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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