Studie „Stoffstrombild Kunststoffe“ In Deutschland werden weniger Kunststoffe hergestellt, verarbeitet und recycelt

Quelle: Plastics Europe Deutschland e.V. 1 min Lesedauer

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Die Studie „Stoffstrombild Kunststoffe“ 2023 offenbart einen deutlichen Rückgang bei der Produktion und Verarbeitung von Kunststoffen in Deutschland. Trotz Fortschritten im Recycling wird auch der Weg zur Kreislaufwirtschaft durch wirtschaftliche und politische Hürden weiter erschwert.

Dr. Ingo Satorius, Geschäftsführer der BKV präsentierte die Ergebnisse der Studie „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2023 – Zahlen und Fakten zum Lebensweg von Kunststoffen“ auf dem BKV-Symposium in Berlin.(Bild:  Plastics Europe Deutschland e.V.)
Dr. Ingo Satorius, Geschäftsführer der BKV präsentierte die Ergebnisse der Studie „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2023 – Zahlen und Fakten zum Lebensweg von Kunststoffen“ auf dem BKV-Symposium in Berlin.
(Bild: Plastics Europe Deutschland e.V.)

Alle zwei Jahre gibt die Studie „Stoffstrombild Kunststoffe“ Aufschluss über Produktion, Verarbeitung und Kreislaufführung von Kunststoffen in Deutschland. Über alle Bereiche hinweg sind 2023 Rückschläge zu vermelden: Damit verliert die deutsche Kunststoffindustrie an Boden. Für Standort und Transformation sind das schlechte Nachrichten: Die anhaltend schlechte Konjunktur in Deutschland führt zu geringeren Herstellungs- und Verarbeitungsmengen und gefährdet die Transformation der Kunststoffindustrie zur Kreislaufwirtschaft.

Die Kunststoffproduktion ging im Vergleich zu 2021 um 17,6 % zurück. Obwohl die Nachfrage nach Kunststoffen international wächst, wurden in Deutschland 2023 rund 8,5 % weniger Kunststoffe verarbeitet als 2021. Steigende Kosten für Energie und Produktion, häufige Änderungen der politischen Zielvorgaben und steigende Bürokratielasten verhindern häufig die für eine Kreislaufwirtschaft dringend erforderlichen Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau von Anlagen in Deutschland.

Trotz des Produktionsrückgangs hat sich der Einsatz von recycelten Kunststoffen in der Kunststoffverarbeitung in Deutschland im Erhebungszeitraum von 2021 bis 2023 jährlich im Durchschnitt um 8,2 % erhöht. Der Anstieg erfolgte vor allem im Jahr 2022, ausgelöst durch hohe Rohölpreise, und ging 2023 konjunkturbedingt wieder zurück. Der Rezyklateinsatz aus Post-Consumer- und Post-Industrial-Abfällen betrug rund 1,93 Millionen Tonnen. Daneben wurden rund 0,5 Millionen Tonnen an Nebenprodukten wiederverwendet. Insgesamt betrug der Anteil von eingesetztem Kunststoffrezyklat (aus Post-Consumer und Post-Industrial Abfällen) an der Verarbeitungsmenge in Deutschland 2023 ca. 15 %. Das unterstreicht der Studie zufolge die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die Kunststoffindustrie in Deutschland und zeige klare Fortschritte im Recycling und der Wiederverwertung von Kunststoffen. Dennoch bleiben weiterhin große Potenziale fürs Recycling ungenutzt: So ist der Anteil der Kunststoffe, die energetisch verwertet werden, mit 3,6 Millionen Tonnen im Jahr 2023 immer noch hoch.

Das Stoffstrombild wird von Conversio Market & Strategy erstellt. Auftraggeber der Studie ist die BKV.

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