Suchen

Technology Awards zur Powtech 2016

Preisträger dominieren durch Innovation und Wirtschaftlichkeit

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Platz 2

Die Silbermedaille ging an den Inline-Despergierer Epsilon von Netzsch Feinmahltechnik. Der Inline Dispergierer zeichnet sich durch einen vergleichsweise geringen Platzbedarf sowie eine einfache und sichere Handhabung für Betrieb, Reinigung und Wartung aus. Die Maschine wird mit einer Software ausgeliefert, die eine Fehlbedienung verhindert. Das Prozessgehäuse und die Pulverzuführung an der Maschine sind so ausgelegt, dass sie im Bedarfsfall binnen kürzester Zeit von einer Person ohne Werkzeug demontiert, gereinigt und wieder montiert werden können. Auch die komplette Entleerung der Maschine kann mit geringem Aufwand erfolgen. Ein wichtiger Punkt für häufige Produktwechsel, bei denen Kontaminationen vermieden werden müssen. Der Inline-Dispergierer Epsilon kann in Abhängigkeit von den Schüttguteigenschaften des Pulvers mit unterschiedlichen Pulver- oder Feststoffzugabevorrichtungen betrieben werden. Der Benetzungsprozess basiert dabei nicht auf dem klassischen Rotor-Stator-Prinzip, bei dem mittels hoher Scherraten dispergiert wird. Das Prinzip beruht auf der Zuführung des Pulvers im Unterdruck in eine kontinuierliche, große Flüssigkeitsoberfläche. Aufgrund der Druckdifferenz zwischen Ein-und Auslassseite wird die Flüssigkeit in die Agglomeratstruktur gepresst, so dass innerhalb kürzester Zeit die Einzelpartikel des Feststoffes benetzt werden.

Einer der Gründe für die Auszeichnung durch die Jury: Durch die geringen Scherraten liegt der Energieeintrag gegenüber herkömmlichen Rotor-Stator-Systemen deutlich niedriger, womit ein geringer Temperaturanstieg des Produktes erreicht wird. Ein schonendes und kosteneffizientes Verfahren.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 24 Bildern

Platz 1

Award-Gewinner der Kategorie „Verfahrenstechnische Apparate und Komponenten“ ist die 3D-Dichtung von Tedima. Was erst einmal banal klingt, ist ein Quantensprung in der Dichtungstechnik.

Bei dem 3D-Dichtungskonzept handelt es sich um ein Verfahren, das Unebenheiten von Dichtflächen lasertechnisch erfasst. Entsprechend den so ermittelten und gespeicherten Daten werden passgenaue, auf die Unebenheiten zugeschnittene und jederzeit reproduzierbare Dichtungen auf einer CNC-Fertigungsanlage hergestellt. Die individuelle Dicke der 3D-Dichtung in axialer Richtung folgt exakt der Linie des geringsten Spalts zwischen den beiden Dichtungsflächen über den gesamten Umfang. In radialer Richtung dagegen besitzt die 3D-Dichtung über die komplette Dichtungsbreite dieselbe Höhe, was letztendlich zur reinen Linienberührung zwischen Dichtungs- und Flanschoberfläche in Umfangsrichtung führt. Die so gestaltete Dichtverbindung zeichnet sich durch die Kombination von sehr geringen erforderlichen Schraubenkräften zum Erreichen der geforderten Dichtheit und gleichmäßiger Flächenpressungsverteilung aus. Daraus resultiert eine sichere Dichtverbindung die Emissionen in die Atmosphäre sowie Leckagen verhindert.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44014323)

Über den Autor

Wolfgang Ernhofer

Wolfgang Ernhofer

Redakteur