VDI-Richtlinie Plant Asset Management Plant Asset Management in der Prozessindustrie

Redakteur: Marion Henig

Die neu erschienene Richtlinie VDI/VDE 2651 ersetzt den Entwurf vom Juni 2008 und schafft die Basis eines gemeinsamen Verständnisses des immer noch „unscharf“ aber oft gebrauchten Begriffes Plant Asset Management (PAM) in der Prozessindustrie.

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Düsseldorf – Die Richtlinie VDI/VDE 2651 trägt zur Vereinheitlichung der Kommunikation zwischen Anbietern und Anwendern bei und beschäftigt sich hauptsächlich mit Assets (Betriebsmitteln) aus der Prozessindustrie, d.h. der chemischen, pharmazeutischen, petrochemischen und der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die Fertigungsindustrie wird nicht explizit betrachtet, jedoch werden diskrete Fertigungsprozesse wie Verpackungslinien in der Pharmaherstellung durchaus eingeschlossen.

In der Richtlinie werden verschiedene Aspekte von PAM beschrieben und eingeordnet sowie der Begriff „Asset“ im Sinne dieser Richtlinie definiert. PAM mit dem Fokus auf der betrieblichen Technik wird im Umfeld anderer Funktionsbereiche wie z.B. Enterprise Resource Planning, Enterprise Asset Management, Manufacturing Execution, Engineering etc. dargestellt. Grundfunktionen von PAM werden in einem Modell mit Funktionsblöcken und Informationsflüssen vorgestellt, die PAM-konstituierenden Funktionen im Einzelnen aufgelistet und erklärt.

In vier Abbildungen wird der mögliche Informationsaustausch für die Nutzungsaspekte Betriebswirtschaft, Engineering, Instandhaltung und Betrieb und in vier Tabellen der konkrete Nutzen von PAM für beispielhafte Schwerpunktaufgaben dargestellt. Drei Beispiele im Anhang zeigen anhand konkreter Assets einen spezifischen Nutzen auf.

Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 2651 Blatt 1 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. VDI/VDE 2651 Blatt 1 erscheint in deutsch/englischer Fassung und ist ab September 2009 zum Preis von 86,10 Euro beim Beuth Verlag erhältlich.

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