20 Jahre PROCESS

Planen früher und heute – Was bedeutet das für die Ingenieure?

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Arbeit verändert sich

Völlig verändert hat die CAD-Technik auch die Arbeit von Architekten und Bauingenieuren: So kontrollieren Planer die räumliche Anordnung der einzelnen Komponenten eines neu zu bauenden Gebäudes anhand der vom Computer gelieferten dreidimensionalen Darstellungen. Die geplante Anlage kann von allen Seiten und durch Detail gerechte Innenansichten auf dem Monitor abgebildet werden: Das Zusammenspiel einzelner Maschinenteile und der Ablauf der Montage und Revisionsarbeiten lassen sich optimieren.

Diese grundlegenden Vorteile von Engineering-Tools wurden in den letzten 20 Jahren deutlich fortentwickelt, so Andreas Geiss, Vice President Comos Industry Solutions der Siemens AG: „Entscheidende Meilensteine dazu, waren allen voran intelligente und objektorientierte CAE-Tools wie Comos, die ein datenzentrisches Engineering im Vergleich zum früheren dokumentbasierten Arbeiten ermöglichen. Ebenso bringt die weiter zunehmende Integration zwischen der 2D- und 3D-Anlagenplanung entscheidende Vorteile, um Time-to-Market zu verkürzen und Prozessanlagen effizienter zu planen, bauen und zu betreiben.“

Bereits heute sieht Geiss mit Virtual Reality-Lösungen und einer durchgängigen Integration von CAE-Tools bis hin zur Automatisierungs- und Feldebene mit Comos und Simatic PCS 7 einen Status von 3.8 auf dem Weg zu Industrie 4.0.

Die Qual der Wahl

Wer die Wahl hat, hat die Qual – der CAD-Neuling war und ist nicht zu beneiden, legt er sich doch mit einem CAD-Anbieter auf nicht absehbare Zeit fest. Wie sollte also gerade der unerfahrene Käufer richtig wählen? Ein auch heute gültiger Rat: Man sollte sich auf die eigenen Bedürfnisse konzentrieren. Nicht das ist wichtig, was ein Software-Anbieter selbst als herausragendes Feature betrachtet; allein der Bedarf in der täglichen Arbeit und der eigene Nutzen sind wichtig.

Das mag banal klingen, in der Praxis wimmelt es aber von Hightech-Lösungen, die von den Mitarbeitern aufgrund der Komplexität nicht genutzt werden. Deshalb: Man nehme eine typische Alltagsaufgabe mit zu mehreren CAD-Anbietern und lasse die Aufgabe jeweils vor Ort lösen. Nur so kann der Anwender vergleichen und erkennen, wie seine Aufgabenstellung vom System beherrscht wird.

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