Verpackung Pharmaverpackung für gefriergetrocknete Medikamente
Für Medikamente, die mittels Gefriertrocknung haltbar gemacht werden müssen, hat Schott die Toplyo-Glasfläschchen entwickelt, deren Innenbeschichtung empfindlichen Präparaten mehr Stabilität verleihen soll.
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In der pharmazeutischen Industrie ist Gefriertrocknung wichtig, um die Haltbarkeit hochsensibler biomolekül-basierter Wirkstoffe zu verlängern. Für Medikamente, die auf diese Weise haltbar gemacht werden müssen, hat Schott die Toplyo-Glasfläschchen entwickelt. Ihre Innenbeschichtung soll empfindlichen Präparaten mehr Stabilität verleihen. Dazu wird eine 40 Nanometer dicke hydrophobe Schicht mit der PIVCD-Technologie (Plasma Impulse Chemical Vapor Deposition) auf der Innenseite der Fläschchen aufgetragen. Die glatte und homogen Beschichtung verhindert ein Anhaften lyophilisierter Medikamente, sodass sich weniger Trockengut vom Lyophilisatkuchen löst und die Anzahl der Bruchstellen während der Gefriertrocknung reduziert wird. Auch bei pharmazeutische Prozessen wie Waschen/Reinigen, Sterilisieren oder Depyrogenisieren (Hitzebeständigkeit bis 300°C) bleibt die Schicht dem Unternehmen zufolge stabil. Zusätzlich sollen die Fläschchen einen verbesserten Wärmeaustausch während des Lyophilisierungsprozesses bewirken. So kann die für die Gefriertrocknung nötige Fertigungszeit reduziert werden, und Pharmaunternehmen senken Produktionskosten. Auch eine geringere Ausschussquote durch zerfallene Lyophilisatkuchen oder Glasbruch spart Prozesskosten. Gegenwärtig sind die Gefäße in zwei Größen erhältlich: zwei und zehn Milliliter. Geplant sind laut Hersteller auch Fläschchen für sechs Milliliter.
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