3. Kongress Biotechindustrie und Pharmaindustrie Pharmaindustrie zwischen Fast Track und Disposables

Redakteur: Frank Jablonski

Wer zwei Dinge gleichzeitig tut, macht keins von beiden richtig – um diese Küchenweisheit zu widerlegen sind Ende März zahlreiche Experten auf dem 3. Kongress „Biotechindustrie und Pharmaindustrie“ von Festo und Endress und Hauser angetreten. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Erfahrungsberichte und Tipps der Experten zu den Themen Fast Track und Disposables.

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„Das Thema, über das wir auf diesem Kongress vornehmlich sprechen, passt - leider muss man sagen - sehr gut zu der derzeitigen wirtschaftlichen Krisensituation.“ Mit diesen Worten eröffnet Alexander Riek, Branchenmanager Biotech/Pharma bei Festo den 3. Kongress „Biotech- und Pharmaindustrie“ von Festo. Am 26. und 27. März nutzten etwa 60 Teilnehmer in Berlin unter dem Motto „Effizienz von Anfang an“ die zwei Tage, um sich im Rahmen der Vorträge und der begleitenden Ausstellung zu den Themen „Fast Track“ und Projektoptimierung auszutauschen. Themen, die gerade in schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen hoch im Kurs bei vielen Verantwortlichen stehen.

Flexiblere Einheiten mit Disposables-Technologie

Dr. Hermann Allgaier, Geschäftsführer von Merckle Biotec fängt den Ball der Eröffnungsrede auf und zeigt in seinem fast einstündigen Vortrag seine Sichtweise und Anforderungen eines Produzenten in Richtung effizienter Anlagenplanung und Fast Tracking. Mit dem fast schon antiquierten Motto „Time is Money“ beschreibt er einen hochaktuellen Paradigmenwechsel in der biopharmazeutischen Industrie: „der Patentschutz vieler Medikamente läuft aus und darüber hinaus werden ab 2013 auch die ersten Antikörper aus dem Patentschutz laufen, sodass viele Hersteller überlegen, mit kleineren flexibleren Einheiten besser im Wettbewerb bestehen zu können.“

Als Folge dieser Entwicklungen schrumpfen die Anlagengrößen, Bauzeiten müssen deutlich kürzer werden und schlussendlich ergeben sich sogar ganz neue Anlagentypen. Einige Prozessschritte werden künftig immer häufiger in sogenannten Disposables durchgeführt werden. Dieser Ansatz ist der Medizin entlehnt, die stark mit Einwegbehältern in Form von Spritzen oder Behältern arbeitet. Das Konzept übertragen auf die Produktion sieht vor, durch Einsatz von einmal zu nutzenden Wegwerfbehältern vor allem auf die sonst notwendige Reinigung der Edelstahlbehälter mit den verbundenen Zeit- und Kontroll-Problemen zu verzichten.

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