Herausforderung für Umwelttechnik und Wasserwirtschaft PFAS, Digitalisierung oder Cyber–Crime: Kennen Sie die zentralen Bedrohungen der Wasserwirtschaft?

Von IFAT 2 min Lesedauer

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Im Wasser nichts Neues? Von wegen! Zwischen drohendem PFAS-Verbot, der neuen Trinkwasserverordnung und der Verletzlichkeit kritischer Infrastrukturen (KRITIS) kann man schnell den Durchblick verlieren. Was sind die Top-Herausforderungen für Wasserwerker im Jahr 2024?

Neue Herausforderungen, Chancen und Lösungen sorgen in der Wasserwirtschaft für Diskussionsbedarf.(Bild:  Messe München)
Neue Herausforderungen, Chancen und Lösungen sorgen in der Wasserwirtschaft für Diskussionsbedarf.
(Bild: Messe München)

„Auch in der Abwasserwirtschaft ist die Liste der Herausforderungen lang“, betont Dr. Friedrich Hetzel, Leiter der Abteilung Wasser- und Abfallwirtschaft bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). Ob es um die Abscheidung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm, die durch die Novellierung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie zu erwartenden niedrigeren Grenzwerte für Nährstoffe wie Phosphor im Ablauf von Kläranlagen, die Entfernung von Spurenstoffen aus dem Wasserkreislauf und die Mischwasserüberläufe gehe, für die Trink- und Abwasserexperten dürften die nächsten Jahre spannend werden.

So trat im Juni 2023 in Deutschland die neu gefasste Trinkwasserverordnung in Kraft, die maßgebliche Inhalte der EU-Trinkwasserrichtlinie aus dem Jahr 2020 umsetzt. Unter den neuen und geänderten Grenzwerten spielen die toxikologisch relevanten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen – kurz ⁠PFAS – eindeutig die wichtigste Rolle. Wasserversorger müssen PFAS gegebenenfalls mit hohem technischem Aufwand herausfiltern.

Während die Dichtungsexperten noch über das Für und Wider der in Elastomermaterialien verwendeten Moleküle streitet, wäre die Wasserwirtschaft das Problem lieber gleich ganz los: „End-of-Pipe-Ansätze sind jedoch keine Lösung. Die Herstellung und Anwendung von PFAS muss auf wenige essenzielle Zwecke beschränkt sein. Ziel muss eine Vermeidung dieser Stoffe bereits an der Quelle der Verschmutzung sein. Diese Stoffe dürfen gar nicht erst in die Umwelt gelangen“, sagt Wolf Merkel, Vorstand Wasser des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches DVGW.

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Und natürlich gehört auch die Wasserver- und -entsorgung zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS). „Seit Jahren steigt hier die physische und virtuelle Bedrohung. Diese Dienstleistungen zu schützen, ist von essentieller Bedeutung“, unterstreicht VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp.

Unser Tipp: Auf derIFAT(3. bis 17. Mai 2024, Messe München) zeigt der DVGW im Rahmen eines für die Branche maßgeschniederten Forum, welche gesetzlichen Pflichten KRITIS-Betreiber schon jetzt und vor allem in Zukunft erfüllen müssen.

Dabei biete die Digitalisierung prinzipiell auch Chancen: So gelte es zu klären, ob sich KI eignet, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und die Qualität der einzelnen Sammelfraktionen im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu steigern.

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