Abwasserreinigung

Organisch belastetes, toxisches Abwasser mit einem Verfahren reinigen

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Die CSB-Elimination durch Oxidation und Flockung liegt beim Verfahren meist in der gleichen Größenordnung. Eine Fentox-Anlage ist problemlos in bestehende Großanlagen, beispielsweise vor eine biologische Abwasserbehandlung, integrierbar.

Der Prozess zeichnet sich durch eine gute Oxidationskapazität für eine Vielzahl industrieller Abwässer und Inhaltsstoffe (z. B. AOX, cyanid-, arsen- und nitrithaltige Verbindungen) aus. Auch die Behandlung gefärbter, trüber und klebriger Abwässer ist möglich. Der Prozess erweist sich gegenüber Belastungsschwankungen als außerordentlich flexibel, da die Dosierung der Chemikalien der Ausgangskonzentration der Schadstoffe bzw. dem Behandlungsziel (CSB-Abnahme bzw. CSB-Abflusskonzentration) problemlos angepasst werden kann.

Die Betriebskosten einer Anlage sind von der individuellen Aufgabenstellung abhängig und liegen im Bereich von 5–50 €/m³ Abwasser. Verursacht werden die Kosten hauptsächlich durch den Verbrauch von Wasserstoffperoxid, die Schlammentsorgung und die Betreuung der Anlage.

Großtechnische Anwendung des Fentox-Verfahrens

Ein Entsorgungsunternehmen in Süddeutschland behandelt bis zu 12 m³/h Deponiesickerwasser und toxische Abwässer industrieller Kunden mit dem Prozess. Ziel ist die Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit für die nachfolgende biologische Klärstufe. Bei dieser Anwendung ist eine hohe Flexibilität der Anlage erforderlich, da das Ausmaß der Belastung und die Abwasserqualitäten stark schwanken.

Mit dem Prozess ist auch eine Reinigung bis zur Direkteinleiterqualität möglich. Dies beweist eine Anlage in Mitteldeutschland, in der Abwässer aus der Pestizidherstellung ohne weitere Klärstufen in den Rhein eingeleitet werden. Bei einem Volumenstrom bis zu 5 m³/h wird eine CSB- und AOX-Reduktion von mehr als 95 beziehungsweise 99 % erreicht.

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