Prozessanalysenmesstechnik

Öffnen Sie das Fenster zum Prozess – mit Prozessanalysenmesstechnik (PAT)

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Trotz vielfältiger Entwicklungsanstrengungen und der Tatsache, dass Prozessanalysenmesstechnik bereits in vielen Unternehmen eingesetzt wird, hat diese jedoch nach wie vor ein Akzeptanzproblem. So stellt Steckenreiter fest: „Wenn ich ehrlich bin, sehe ich die größten Herausforderungen nicht in der Technik, sondern in der Kommunikation des Nutzens, der aus meiner Sicht unbestreitbar, jedoch nicht immer offensichtlich ist. Der Wertbeitrag von PAT wird gerade bei den komplexeren Analysemethoden und Sensorsystemen häufig nicht klar gesehen, weil er zu akademisch transportiert wird. Das ist sozusagen der Preis der Komplexität, so dass Kunden dann gelegentlich Schwierigkeiten haben, den Mehrwert zu verstehen bzw. ihn im Vorfeld zu erkennen.“

Bildergalerie

Überzeugende Symbiose von Analytik und Regelung

Bei Evonik hat man den Mehrwert klar erkannt. Hier verspricht man sich seit kurzem von der Einführung des Prozesskontrollsystems mit Echtzeitoptimierung ein Einsparpotenzial von 50 Millionen Euro über den Zeitraum von zehn Jahren. Hier ergänzt nun eine Echtzeitoptimierung, oder auch Real Time Optimizer (RTO), die Advanced-Process-Control-Systeme (APC).

Neben technischen Daten aus der Anlage berücksichtigt die Echtzeitoptimierung permanent auch verschiedene Marktdaten wie Preise für Rohstoffe und Energie sowie die aktuelle Nachfrage am Markt. Aus all diesen Daten ermittelt sie kontinuierlich den optimalen Betriebszustand der Anlage und gibt diesen an das Advanced-Process-Control-System weiter, das die Anlage steuert. Bislang kam Echtzeitoptimierung vor allem in den großen Anlagen der erdölverarbeitenden Industrie zum Einsatz.

In den vergangenen sechs Jahren hat Evonik Advanced-Process-Control-Systeme bereits in 24 Teilanlagen des Segments Performance Materials eingeführt. „Entscheidend für unseren Erfolg bei der Einführung der Echtzeitoptimierung war es, die Kompetenzen der Verfahrens- und Automatisierungsingenieure zusammen zu bringen. Wir haben dabei vor allem vom Know-how der Mitarbeiter in den Anlagen und von den umfangreichen Erfahrungen von Evonik bei der Simulation von Prozessen profitiert“, erklärt Dr. Hans-Rolf Lausch, verantwortlich für Computer Aided Process Engineering & Automation im Geschäftsgebiet Verfahrenstechnik & Engineering bei Evonik.

Von Pharmaprozessen bis zu Kraftwerken: Ausgewählte Beispiele für PAT, zu sehen auf der Achema, haben wir auf der nächsten Seite für Sie zusammengestellt

(ID:43305497)