Schaufeltrockner Neuer Schaufeltrockner erweist sich als Multitalent

Autor / Redakteur: Mile Duvnjak / Dr. Jörg Kempf

Materialien oder Substanzen von über 50 % Feuchte auf ppm-Werte trocknen, die Morphologie von Stoffen verbessern oder Abfallmengen reduzieren – das sind nur einige der Anwendungen eines innovativen Schaufeltrockners, den Nara auf der Powtech 2013 ausstellt.

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Der Hauptteil der Wärmeübertragungszone des Trockners besteht aus einer Anordnung keilförmiger Schaufeln, die sehr dicht und wechselseitig in definiertem Abstand auf der rotierenden Welle befestigt sind.
Der Hauptteil der Wärmeübertragungszone des Trockners besteht aus einer Anordnung keilförmiger Schaufeln, die sehr dicht und wechselseitig in definiertem Abstand auf der rotierenden Welle befestigt sind.
(Bild: Nara)

Das Bessere ist der Feind des Guten. Getreu diesem Sprichwort ist Nara mit dem Boono Dryer/Cooler (kurz NBD/C) eine designorientierte Weiterentwicklung der bewährten Schaufelwellen gelungen, die in Japan bereits besonders im Bereich der Kühlung erfolgreich eingesetzt wird. Neben Erhitzen, Kühlen und Trocknen werden im NBD/C auch Verfahrensschritte wie Sterilisieren, Kristallisieren, Kalzinieren, Beschichten oder das Abreagieren von Stoffen durchgeführt. Pellets, Pasten und Pulver werden schonend, effizient und reproduzierbar bearbeitet. Um dieses breite Anwendungs-Spektrum bedienen zu können, kann der Trockner wahlweise inert, mit Lösemittelrückgewinnung oder auch unter Vakuum betrieben werden. Der NBD/C arbeitet nach dem Prinzip der indirekten Wärmeübertragung, bei der das Produkt nicht unmittelbar mit dem Heiz- bzw. Kühlmedium in Berührung kommt. Eine Hohlwelle, die ebenfalls hohl ausgeführten Schaufeln und der doppelwandige Trog werden wahlweise mit Wasser, Dampf oder Öl erhitzt bzw. gekühlt. Die große, produktberührte Kontaktfläche bewirkt einen effektiven Wärmeübergang. Zusätzlich sorgen die ineinander greifenden Bewegungen der Schaufeln für eine homogene, stetige Durchmischung des Materials.

Für Trocknungsprozesse wird die über das Produkt strömende Gasphase so eingestellt, dass der Brüden abgezogen wird und keine Kondensation erfolgt. Auf diese Weise werden die Gasmenge und der mit dieser korrelierende Wärmeverlust minimiert.

Ökonomisch betrachtet hat die Trocknung im Schaufeltrockner mehrere Vorteile gegenüber anderen Verfahrensoptionen. Ein Stromtrockner ist nur für Kurzzeittrocknungen einsetzbar. Da sich bei diesem Verfahren keine Verweilzeit einstellen lässt, kann er nur bei einer genau definierten, schnell ablaufenden Trocknung verwendet werden. Sein Einsatzgebiet ist also sehr eingeschränkt. Ein Fließbetttrockner hat einen höheren Luft- bzw. Gasverbrauch als der Schaufeltrockner und benötigt entsprechend größer dimensionierte Anlagenkomponenten wie Gebläse und Rohrleitungen. Die größere Gasmenge für die Fließbetttrocknung führt dazu, dass mehr Gas mit höherer Temperatur nach der Trocknung an die Umgebung abgegeben wird. Damit ist der Energieverlust für den Fließbetttrockner deutlich höher als der des Schaufeltrockners.

Die in den Schaufeltrockner eingebrachte Wärmeenergie wird nahezu ausschließlich an das feuchte Produkt abgegeben. Geringer Gasstrom und geringe Oberflächenverluste aufgrund der kompakten Bauweise machen dieses Gerät – wie nachfolgende Anwendungsbeispiele zeigen – zur hocheffizienten, energiesparenden Trocknungsalternative.

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