Membranadsorber Neue Kapsulen bieten höhere Bindekapazitäten von Membranadsorber
Für die effektive Reinigung von Proteinen mit großem Molekulargewicht, wie z.B. Blutfaktoren und konjugierte Proteine oder Viren und virusähnliche Partikel, hat der Pharmazulieferer Sartorius Stedim Biotech die Kapsulen seiner Sartobind-Membranadsorber neu konzipiert.
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Kapsulen mit einer Betthöhe von 4 mm werden jetzt in verschiedenen Größen angeboten - von der Nanoeinheit mit 1 ml bis zur neuen Jumboversion mit einem Volumen von 2,5 l. Die Durchflusskanäle der Kapsulen wurden optimiert. Ähnlich wie bei den Einheiten mit einer Betthöhe von 8 mm, besitzen nun auch die neuen Kapsulen einen miniaturisierten Ausgangskanal, der das Leervolumen verkleinert.
Die salztoleranten STIC-PA- sowie Q- bzw. S-Ionenaustauscherkapsulen mit einer Betthöhe von 4 mm weisen dadurch eine rund 15 % höhere dynamische Bindekapazität und ein um 40 % verringertes Leervolumen gegenüber den Vorgänger-Produkten auf. Erhalten blieben die hohen Durchflussraten von 10 bis 30 Membranvolumen pro Minute.
Durch eine Verbesserung des Durchbruchverhaltens der Membran werden anschließende Polishing-Schritte zur Entfernung von DNA, HCP, Zellaggregaten und Viren aus rekombinanten Proteinen deutlich zuverlässiger. Da weniger Puffer zur Aufreinigung verwendet wird, sinken folglich auch die Betriebskosten. Optimierte 8 mm-Kapsulen können die dynamische Bindekapazität gegenüber Adsorbern in klassischen Filtergehäusen sogar um bis zu 48 % übertreffen.
Üblicherweise werden Membranadsorber in vorhandene Filtergehäuse eingesetzt. Dabei werden gerade bei Capture-Anwendungen wichtige Parameter wie beispielsweise die Auswirkungen einer Rückvermischung bereits getrennter Moleküle und die Vergrößerung des Elutionsvolumens ignoriert. Diese neue Generation der Membranadsorber-Kapsulen berücksichtigt solche spezifischen Anforderungen und stellt damit einen wesentlichen Fortschritt für Bind-And-Elute-Anwendungen dar.
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