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Brüssel gibt Impulse für die jüngsten Verbesserungen der Etanorm

Für die jüngsten Fortschritte bei der Etanorm kam der Impuls aus der Politik: Die Europäische Kommission in Brüssel beschloss die ErP-Richtlinie, auch bekannt als Ökodesign-Richtlinie, um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu senken, indem der Stromverbrauch der jeweiligen Komponenten reduziert wird. Unter dieses Regelwerk fallen auch Kreiselpumpen. Dabei dürfen nur noch solche Pumpen auf den Markt gebracht werden, die bestimmte Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Die Umsetzung für Wasserpumpen erfolgt schrittweise, nach dem ersten Stichtag 1. Januar 2013 folgen weitere wichtige Termine Anfang 2015 und 2017.

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Die ErP-Richtlinie (EU-Verordnung 547/2012) gab auch bei KSB den Anstoß, Pumpen neu zu überarbeiten. Ergebnis war unter anderem eine neue Etanorm-Baureihe, insgesamt die siebte Generation. Nach wie vor ist die Hydraulik ein äußerst wichtiger Ansatzpunkt, um den Wirkungsgrad zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken.

Wirkungsgrad der Pumpen hängt auch stark von der Umgebung ab

Jede Pumpe kann aber nur so sparsam arbeiten, wie es das sie umgebende System zulässt. Bei falscher Auslegung oder Fahrweise kann auch eine Pumpe mit gutem Wirkungsgrad nicht sparsam fördern. Deshalb betrachten die Frankenthaler ihre Etanorm nicht für sich alleine, sondern sehen sie als Teil eines großen komplexen Systems, in dem viele Dinge sich gegenseitig beeinflussen. So entwickelten sie ein komplettes Paket namens Fluid Future rund um die Pumpe, das es erlaubt, die technisch möglichen Energieeinsparungen zu nutzen.

Das beginnt mit einem Auslegungsprogramm, mit dessen Hilfe der Anwender eine sehr genaue und sparsame Auslegung des Aggregates vornehmen kann. Es geht weiter mit Pumpenregelsystemen, wie dem von KSB entwickelten Pumpdrive. Mit ihm kann man in Pumpsystemen, in denen zeitabhängig unterschiedliche Fördermengen transportiert werden müssen, die aufgewendete Leistung dem tatsächlichen Bedarf anpassen.

Sehr wesentliche Komponente einer Pumpe ist der Antriebsmotor

Eine weitere sehr wesentliche Komponente ist der Antriebsmotor. Mit den Synchron-Reluktanzmotoren vom Typ Supreme steht den Anwendern eine Technik zur Verfügung, mit der sich auch zukünftige Anforderungen an sparsame Antriebe von Pumpen erfüllen lassen. Außerdem hat der Motor im Gegensatz zu Asynchronmotoren auch noch einen guten Wirkungsgrad, wenn er nicht mit voller Leistung läuft.

Genau das kommt in der Realität aber sehr häufig vor, da viele Antriebe im geregelten Betrieb hauptsächlich mit abgesenkter Drehzahl arbeiten. Nicht zuletzt sind hier die Armaturen im Umfeld einer Pumpe wichtig. Sowohl das Fluid-Future-Konzept als auch die Armaturen werden in weiteren Meilenstein-Artikeln dargestellt.

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