Pumpen

Moderne Pumpentechnik senkt Energiekosten

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Moderne Technik auch für Altanlagen

Das KSB-System PumpDrive (Bild 3) besitzt beispielsweise eine Funktion, bei der eine Druckregelung mit förderstromabhängiger Sollwertnachführung für zusätzliche Energieeinsparung bei Teillast sorgt. Dieses motormontierte System, bei denen der Frequenzumrichter an jeden beliebigen Elektromotor angebaut werden kann, bietet gegenüber einem fertigen Integralmotor den Vorteil der Nachrüstbarkeit von vorhandenen Anlagen.

Dabei spielen weder der Hersteller des Motors noch seine Effizienzklasse eine Rolle. Dank seiner Schnittstellen lässt sich dieses Gerät in ein Anlagenleitsystem integrieren. Über Busleitungen können außerdem bis zu sechs PumpDrive-Aggregate nach dem Master-Slave-Prinzip ohne zusätzliche Hardware parallel arbeiten. Als Leitmaschine dient eine Pumpe, die den anderen Pumpen den notwendigen Arbeitspunkt vorgibt, den sie zum Erreichen des gemeinsamen Sollwertes benötigen. Die Führungsrolle ist nicht fest einer Pumpe zugeordnet, sodass bei einem Spannungsausfall des „Masters“ eine „Slave“-Pumpe die Führung übernimmt.

EU forciert Einsatz von Sparmotoren

Der Einsatz von Sparmotoren hat in den letzten Jahren zugenommen und wird von der Europäischen Union stark forciert. Die Gesetzgebung geht hier ähnliche einseitige Wege wie bei den Energiesparlampen. Durch einen höheren Kupfer- und Eisenanteil wird ein geringerer elektrischer beziehungsweise magnetischer Widerstand und dadurch eine größere Effizienz erzeugt. Die Herstellungskosten für einen solchen Motor sind jedoch auf Grund des höheren Rohstoffanteils deutlich höher als bei konventionellen Antrieben. Durch die Verwendung eines EFF1-Motors lässt sich der Energieverbrauch im Durchschnitt um 3,5 Prozent auf den Gesamtwirkungsgrad verbessern.

Der Einsatz von Sparmotoren (Bild 4) macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn man die anderen Sparpotenziale ausgeschöpft hat. Einer Pumpe, die weit ab von ihrem Betriebsoptimum fördert, verhilft auch kein Sparmotor zu einer vernünftigen Energiebilanz. Um den größtmöglichen Einsparungseffekt zu erzeugen, muss man deshalb alle Energieeinsparpotenziale nutzen.

15 Milliarden Kilowattstunden Einsparpotential

Nach einer Studie der Deutschen Energieagentur (dena) könnte die deutsche Industrie allein mit effizienten Pumpensystemen ihren Energiebedarf um rund 15 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr verringern.

* Der Autor ist Leiter „Competence Center Automation“, KSB Aktiengesellschaft

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