Mischer Mit Freifallmischern Feststoffe homogen mischen

Redakteur: Manja Wühr

Sollen Feststoffe gemischt werden, stehen Betreiber häufig vor der Herausforderung, hohe Mischgüte und wirtschaftliche Betriebsweise zu vereinbaren. Freifallmischer sind eine interessante Alternative.

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Feststoffe zu mischen, ist keine leichte Aufgabe. Schließlich bestimmt nicht zuletzt die Gemischhomogenität die Qualität des Produktes. Eine Möglichkeit rieselfähige Feststoffe, wie Granulate, Körner und Nahrungsmittel, zu mischen, ist der P-E-Feststoffmischer der U + A Gesellschaft für Process Engineering. Ein großer Vorteil des Freifallmischers ist, dass Unterschiede in der Schüttdichte oder anderer Gradienten die Mischqualität nicht beeinflussen. Auch Mischungen mit sehr unterschiedlichen Anteilen der einzelnen Komponenten sind realisierbar – beispielsweise Mischungsverhältnisse >1:1000. Für die Mischung wird der Produktstrom von jedem einzelnen Mischelement in zwei Ströme geteilt und in Rotation versetzt. Die Drehrichtung – rechts- bzw. linksdrehend – des Produktstroms wird an jedem Mischelement umgekehrt und dabei werden die Komponenten gemischt. Die Qualität der Vermischung hängt letztendlich zum einen vom Produkt und zum andern von der Anzahl der Mischelemente ab.

Kompakt und wartungsarm

Der Freifallmischer hat keine beweglichen Teile und arbeitet damit praktisch wartungsfrei mit sehr hoher Produktionssicherheit. Auch bestehende Anlagen können laut Hersteller ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Durch die kompakte Bauweise und die kurze Einbauhöhe eignet sich der Feststoffmischer auch für Produktionsanlagen mit beschränktem Platzangebot. Die P-E-Feststoffmischer werden vertikal installiert und über ein oder mehrere Dosiersysteme mit den zu mischenden Komponenten beschickt. Die Dosierung kann über eine Dosierschnecke oder über ein Förderband erfolgen. Zudem fertigen die Spezialisten von U + A auch Feststoffmischer mit Schwerkraft-Dosierung.

Individuelle Lösungen sind gefragt

Da sich die einzelnen Komponenten in Größe, Gewicht, Form und Dichte unterscheiden können, sind die Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig. Die Vielzahl der Anwendungen macht eine individuelle Auslegung der Mischer unumgänglich. Die Entwickler bei U + A können dafür auf ein breites Sortiment an Werkstoffen zurückgreifen. Neben rostfreien Edelstählen wie 1.4571, 1.4541 oder AISI 316L können auch Metalle wie Titan, Zirkonium, Hasteloy oder Monel verarbeitet werden. Bei Bedarf können auch alle geeigneten Kunststoffe, beispielsweise PVC, PP, PTFE und PVDF, oder Sondermaterialien verwendet werden. Zusätzlich bietet der Hersteller seine Mischer auch mit diversen Beschichtungen an, um korrosiven und chemischen Einflüssen entgegetreten zu können. Neigen Produkte zum Verkleben oder zur Agglomeration leisten Vibrationsmodule oder anderen Techniken Abhilfe. Außerdem stehen für sensible Prozesse und Produkte elektropolierte Oberflächen zur Verfügung.

Die chemische Industrie nutzt den Freifallmischer u.a. zum

  • Dispergieren von unlöslichen Reaktanten,
  • Lösen von Gasen in Flüssigkeiten,
  • Sicherstellen des Plug-Flow sowie Herstellung kontrollierter Reaktionsbedingungen im Reaktor,
  • Homogenisieren von Produktströmen zwecks zuverlässiger Messwertaufnahme, z.B. bei der ph-Werteinstellung mittels Säuren und Laugen.

Aber auch in der Nahrungsmittelindustrie wird der P-E-Feststoffmischer verwendet, etwa um Feststoffe wie Gewürze, Körner, Müsli oder Trockenfrüchte sicher und produktschonend vermischen zu können. Beispielsweise werden die Zutaten von Fertiggerichten und Müslimischungen vor der Zubereitung gemischt. Der Feststoffmischer gewährleistet eine gleichbleibende Mischqualität im freien Fall, also ohne zugeführte Energie. In besonderen Fällen kann ein Vibrator unterstützend wirken.

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