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Dispergieren

Mit dem richtigen Dispergierverfahren Rohstoffe, Zeit und Energie sparen

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In der Praxis gestaltet sich die Herstellung einer Suspension oft schwierig. Alle genannten Maschinen werden direkt in einen Behälter eingebaut bzw. mit Hubeinrichtungen in einen Behälter abgesenkt. Im Regelfall liegt eine Flüssigkeit im Behälter vor. Um die Feststoffe einzubringen werden diese meist auf die Flüssigkeitsoberfläche aufgeschüttet.

Pulver haben eine sehr große spezifische Oberfläche, im Extremfall wie bei feinen Pigmenten, Nanopulvern oder Kieselsäuren kann diese über 300 000 m2/kg Pulver betragen. Wenn man sich verdeutlicht, dass oft mehrere Kilogramm Pulver auf eine Flüssigkeitsoberfläche von wenigen Quadratmetern geschüttet werden, wird klar, dass bei diesem Missverhältnis von Flüssigkeits- zur Pulveroberfläche nicht die einzelnen Partikel, sondern nur zusammenhängende Agglomerate grob benetzt werden können. Liegt das Pulver auf der Flüssigkeitsoberfläche, schwimmt es oben auf und muss durch zeitintensive Mischvorgänge benetzt werden. Beim Dissolver geschieht dies z.B. über eine sich bildende Trombe, welche neben dem Pulver auch Luft mit in das Produkt einbringt.

Oftmals müssen mehrere unterschiedliche Rohstoffe eindispergiert werden, was wiederum einen hohen Aufwand für die Handhabung der verschiedenen Gebinde bedeutet. Säcke, Fässer und Container müssen gehoben und entleert werden. Weiterhin neigen viele Pulver zum Verkleben oder Stauben. Sie verkrusten am Behälterrand, an anderen Einbauteilen, z.B. der Antriebswelle, und bilden Klumpen sowie Agglomerate. Diese Agglomerate lassen sich auch in einem späteren Prozess nur noch mit sehr hohem energetischen und zeitlichen Aufwand zerstören. Die Produktqualität leidet unter einer nur grob definierten Dispergierung mit der Konsequenz von zum Teil unterschiedlichen Qualitäten von Charge zu Charge.

Darüber hinaus wird oft aufgrund ineffizienter Rohstoffausnutzung zur Erzeugung eines gewünschten Effekts mehr Rohstoff eingesetzt als notwendig wäre. Ein Teil der Rohstoffe „verschwindet“ als Staub in Betriebsausstattungen, Ansaugvorrichtungen und Filtern. Dies führt in Summe zu höheren Herstellungs- und Allgemeinkosten.

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