Cyanwasserstoff-Produktion Mehr Ausbeute im Direktsynthese-Verfahren zur Cyanwasserstoff-Produktion
Evonik Industries hat über ihr Tochterunternehmen Evonik Röhm mit Akzo Nobel Functional Chemicals ein Abkommen zur Lizenzierung ihrer Cyanwasserstoff-Herstellungstechnologie auf Basis des Andrussow-Verfahrens geschlossen.
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Essen – Bei dem Direktsynthese-Verfahren wird ein Gemisch aus Ammoniak und Methan bei über 1000 C an einem Platinnetz als Katalysator umgesetzt. Die Abwärme aus der Kühlung des Reaktionsaustrages wird genutzt, um Dampf zu erzeugen. Dieser Prozess stellt heute die wichtigste Methode zur großtechnischen Herstellung von Cyanwasserstoff dar. Das Unternehmen hat verschiedene Patente zur Herstellung von Cyanwasserstoff nach dem Andrussow-Verfahren angemeldet. Dazu zählen neueste Entwicklungen, beispielsweise der Einsatz von mit Sauerstoff angereicherter Luft bei der Synthese, wodurch sich eine deutliche Kapazitätserhöhung erreichen lässt.
Akzo Nobel wird die Cyanwasserstoff-Herstellungstechnologie für die Herstellung von Chelatisierungsagenzien, die beispielsweise bei der Produktion von Seifen und Reinigungsmitteln Anwendung finden, in einer Anlage im World-Scale-Maßstab am Standort Ningbo Chemical Industry Zone (NCIZ) in China nutzen. Evonik stellt Akzo Nobel im Rahmen der Lizenzvergabe ein Technologiepaket zur Verfügung, das u.a. Beratung von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlage umfasst.
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