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Verbesserungsvorschläge belohnt

Kreative Tüftler ersparen Currenta 2,15 Millionen Euro

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Kläranlage optimiert, 775 000 Euro pro Jahr gespart

Höhere Wirtschaftlichkeit, weniger Umweltbelastungen und darüber hinaus die Ersparnis von sechs Millionen Euro Investitionskosten erzielten der Betriebsingenieur Lars Szuka und der Betriebsmeister Achim Brandes mit einer ausgefeilten Tüftelei für die Currenta-Kläranlage in Dormagen. Fünf Jahre lang arbeiteten sie ihren Vorschlag aus, reinen Sauerstoff in die Wassersysteme der Kläranlage einzuleiten. Im Vergleich zur konventionellen Methode mit verdichteter Luft verfünffacht sich der Sauerstoffgehalt im Wasser.

Dadurch können jetzt fünfmal so viele Bakterien im Klärbecken die Abwasser-Schadstoffe aus der Produktion von Pflanzenschutzmitteln abbauen. Die Sauerstoffzufuhr lässt sich zudem je nach Bedarf dosieren; die Anlage kann somit flexibel auf Produktionsschwankungen reagieren. Die 160 000 Euro teure Umsetzung des Verbesserungsvorschlages hat sich nicht nur wegen der Kapazitätserhöhung gelohnt – Currenta kann so auf eine Investition in Höhe von sechs Millionen Euro für zusätzliche Klärbecken verzichten. Das neue Verfahren mit einem Jahresnutzen von über 775 000 Euro bedeutet auch einen wesentlich geringeren Stromverbrauch und weniger Abluft, die verbrannt werden muss.

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Übernahme von Semestergebühren spart Zeit und Geld

Weitblick mit vielen Vorteilen bewiesen die drei Ausbilder Susanne Berger, Susanne Hinz und Franz-Hermann Diekmann am Standort Krefeld-Uerdingen. Durch Übernahme der Semestergebühren, in denen ein NRW-Ticket zur kostenlosen Nutzung von Bus und Bahn enthalten ist, entfallen für die derzeit rund 150 Currenta-Teilnehmer der „Kooperativen Bachelor-Ausbildung“ (KBA) die Reisekosten inklusive aller internen Arbeitsschritte.

Bislang haben die angehenden Bachelors, die während ihrer dreijährigen dualen Ausbildung zum Elektrotechniker, Chemikanten oder Industriemechaniker regelmäßig an der Hochschule Niederrhein Vorlesungen besuchen, die dafür erforderlichen Bahnfahrten einzeln intern über die betriebliche Reisekostenabrechnung geltend gemacht. Dies verursachte nicht nur einen erheblichen Zeitaufwand bei Antragstellern und Prüfern, sondern auch höhere Fahrkosten. Für den praktischen wie kostenreduzierenden Vorschlag belohnte Currenta die drei Ausbilder mit einer fast 10 000 Euro hohen Prämie.

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