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Comvac 2017

Kompressor 4.0: Die Druckluft-Top-Trends der Comvac 2017

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Nicht nur der Kompressor, auch die Luftaufbereitung spielt bei Effizienzbetrachtungen eine wichtige Rolle. Energieaufwändige Vorgänge wie die Trocknung arbeiten häufig am tatsächlichen Bedarf vorbei. Neue Kälte- und Adsorptionstrockner wie die von Beko, Boge oder Ultrafilter helfen, je nach Einsatzbedingung bis zu 60 % Energie gegenüber Systemen mit Bypass-Regelung zu sparen.

So reagiert Bekos Drypoint M Eco Control Membrantrockner automatisch auf wechselnde Betriebsbedingungen. Spülluft wird nur verbraucht, wenn auch Trocknerleistung benötigt wird. Damit sorgt der sensorgesteuerte Trockner für günstige Betriebskosten, hohe Sicherheit und schnelle Reaktionszeit bei geringem Bauvolumen.

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Auch Boge hat seiner Entwicklungsstudie S-4 Optimus Energieeffizienz, Sicherheit und smarte Betriebsmodi ganz oben ins Pflichtenheft geschrieben. Der Schraubenkompressor markiert den ersten Schritt bei der Entwicklung einer neuen Baureihe, erklärte der Hersteller. Zusätzlich haben die Bielefelder mit dem Kolbenkompressor K 15 N2 Booster ein System entwickelt, dass neben Druckluft auch Stickstoff aus einem vorhandenen Netz zwischen 2 und 10 bar mit niedrigen Drucktaupunkten bis –40 °C und einem Enddruck von bis zu 32 bar verdichten kann.

Ohne Druckluft und Vakuumtechnik lässt sich weder die Fabrik von heute noch der Zukunft betreiben. Ein Beleg dafür ist der starke Zuspruch zur Comvac. Die internationale Leitmesse der Druckluft- und Vakuumtechnik auf der Hannover Messe belegt bereits komplett die Halle 26 und dehnt sich nun in die Halle 27 aus.

Die Systemfrage

Über die Kompressor-Grenzen denken steht im Zentrum des Systemkonzepts: Dabei wird eine komplette Druckluftanlage von der Aufbereitung bis zur Steuerung optimiert. Hilfreich dabei sind Druckluft-Audits, wie sie viele Kompressorhersteller anbieten. Dabei wird per Datenlogger und computergestützter Bedarfsanalyse der Luftbedarfs ermittelt, um Einsparpotenziale aufzuspüren – ein heißer Tipp bei Neuanschaffungen.

Noch weiter geht die Idee, Druckluft als eigenständiges Produkt zu verstehen: Beim Druckluft-Contracting beziehen Anwender Druckluft zu vorab vereinbarten Festpreisen. Damit entfallen Wartungs- und Betriebsaufwände sowie die hohen Einstiegsinvestitionen.

Auch die Nutzung von Mietgeräten ist natürlich möglich – und liegt voll im Trend: „In großen und mittleren Wirtschaftsunternehmen ist seit einigen Jahren ein Trend zum Outsourcing von Nebenaufgaben festzustellen“, erklärt die Energie-Agentur-NRW. Dabei sei die „Idee des Contracting in der Automobil-, Papier- oder Chemieindustrie durchaus verbreitet, […] in kleineren und mittelständischen Betrieben noch weitgehend unbekannt.“ Das soll jetzt anders werden. „Nicht jeder Betreiber möchte und muss sich selbst um die Erzeugung von Druckluft in einer eigenen Station kümmern“, ist man sich bei Kaeser sicher.

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