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Siebmühle und Dosiersystem

Kompaktes Abfüllmodul für eine pharmazeutische Mehrproduktanlage

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Cleveres Abfüllkonzept

Beim Abfüllen verwendet der Kunde als Sekundärgebinde eine Fibre-Trommel (80 Liter). Es werden 25 Kilogramm Produkt mit einer Genauigkeit von ±0,5 Prozent eingewogen. Zur Abfüllung von weniger gefährlichen Stoffen wird der Befüllkopf der Sackhalterung, und zur Abfüllung hochwirksamer Stoffe ein Endlosschlauch-Befüllkopf verwendet. Im letzten Fall handelt es sich um einen geschlossenen Prozess mit Endlosschlauchfolie, bei der ein OEB-Level 4 (OEL 1-10 µg/m³) gewährleistet werden kann, was dem Luftgrenzwert für Boehringer-eigene Wirkstoffe von BIEL 3b entspricht. Das verschlossene Folienende wird vom Bediener in die Fibre-Trommel gezogen und mit Stickstoff aufgeblasen, um eine optimale Befüllung des Gebindes vorzubereiten.

Während des Abfüllvorgangs evakuiert ein Falschluftsystem die verdrängte Luft. Stäube werden aus dem Gebinde abgesaugt, und danach kann das Primärgebinde vakuumiert und mithilfe einer Schneid- und Schließvorrichtung nach Containment-Bedingungen verschlossen werden. Der Bediener zieht nun wieder ausreichend Folie vom Folienträger in die Fibre-Trommel, und der Abfüllvorgang kann von Neuem beginnen.

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Ein großer Vorteil dieses Abfüllkonzepts besteht in der modularen Bauweise der Befüllköpfe: Mit wenigen Handgriffen kann damit von einem geschlossenen auf ein offenes System und umgekehrt umgerüstet werden.

„Auch im geschlossenen Prozess muss die Anlage reinigbar sein“, so lautete eine weitere Anforderung des Auftraggebers. Das integrierte CIP-Reinigungssystem von Profilling besteht aus Reinigungsanschlüssen, Sprühkugeln und einer Reinigungshaube, welche am Auslauf des Liners montiert ist. Ein induktiver Doppelsensor sorgt durch das Abfragen des Schließzustands der Reinigungshaube für Sicherheit im Prozess.

Das i-Tüpfelchen dieses Anlagenkonzepts: Das Modul aus Siebmühle und Dosiersystem misst inklusive Nachrieselschutz 345 Millimeter. In diesem Kompaktmodul kann das Produkt aus dem Trockner auf kleinstem Raum zuerst homogenisiert und präzise in die Endgebinde abgefüllt werden.

Fazit des Auftragsgebers: „Zwei in Einem“ und die durchgängige Planung des Projektteams von Frewitt haben zu einer wesentlichen Reduktion der Projektkosten und zur zeitgerechten Realisierung der Anlage von Boehringer in Ingelheim geführt.

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