Neuer Ansatz für Product Quality Reviews

Keine Angst vor Big Data

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Mit Manufacturing Intelligence hatte Fme, ein Spezialist für Information Management, hier einen neuen Lösungsansatz entwickelt. „So sind bereichsübergreifende Big-Data-Analysen möglich, ohne aufwändige Data-Warehouse-Konzepte erstellen zu müssen. Wir verlagern die Analysekompetenz von der IT-Abteilung wieder zurück in die Fachbereiche“, so Dirk Bode, der Fme-Vorstand.

Ein System für alle Datenquellen

Gegen die Einführung einer weiteren BI-Lösung hatte der IT-Bereich zunächst Vorbehalte angemeldet. Deshalb sollte ein Praxis-Workshop die Möglichkeiten des Fme-Ansatzes klären. Innerhalb von nur drei Tagen wurde auf der Basis des BI-Systems Qlikview ein nutzbares Dashboard entwickelt. Es verfügte über eine eigene Oberfläche, basierte auf realen Unternehmensdaten aus zwei Datenbanken und war nach den individuellen Vorgaben des GMP-Bereichs erstellt worden. Die einfache, intuitive und schnelle Umsetzung, der erheblich verringerte IT-Aufwand und künftige, sehr kurze Entwicklungszyklen für Ergänzungen und Erweiterungen hatten auch den IT-Bereich sofort überzeugt.

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Für den Zugriff auf die unterschiedlichen Datenquellen verfügt das BI-System über integrierte Konnektivitäts-Technologien, die per Data Wizard, ODBC, Directdiscovery-Verbindungen oder native Konnektoren fehlende Schnittstellen ersetzen können. „Die neue Anwendung lässt sich wie ein Staubsauger für die bisher getrennten Dateninseln der operativen IT-Systeme nutzen. Jetzt werden die unterschiedlichen Quellsysteme von SAP bis Lims auf Knopfdruck automatisiert abgefragt. Manuelle Informationslieferungen sind nicht mehr erforderlich“, erläutert Rector den Fortschritt.

Bei CSL Behring werden zunehmend mehr Daten in einem zentralen Business Warehouse gesammelt. Das System Qlikview sammelt im Hintergrund die Daten aus den unterschiedlichen relationalen Datenbanken, verdichtet die Informationsmenge in einer multidimensionalen Datenbank, die dann komplett im Arbeitsspeicher gehalten wird.

„Wir haben es im GMP-Bereich mit den unterschiedlichsten IT-Systemen zu tun. Qlikview hebt sich hier sehr positiv von den anderen Anwendungen ab. Die Bearbeitung auch komplexer Recherchen ist sehr einfach und intuitiv“, bewertet Rector das neue System. Da viele umständliche manuelle Tätigkeiten jetzt in einem regelbasierten automatisierten Verfahren ablaufen, ist der Aufwand gesunken und die Auswertequalität gestiegen. Bisher mussten sehr viele Personen während der APQR-Erstellung ihre eigentlichen Arbeiten ruhen lassen. Das ist jetzt nicht mehr erforderlich. Der QA-Manager beziffert die zeitliche Entlastung für den Gesamtstandort auf ein Full Time Equivalent von zwei Personen.

Völlig neue Analysemöglichkeiten mit Qlikview

Neben diesen Einsparungen und der jetzt valideren Datenbasis liegt der Hauptnutzen aus seiner Sicht vor allem in den neuen Analysemöglichkeiten. Als Beispiel nennt er die Abweichungsanalysen.

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