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Kälteanlagen sicher und ordnungsgemäß betreiben

Kälteanlagen – Diese Vorschriften müssen Sie beachten

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Aus dem Bereich Arbeitsschutz sind für Betreiber neben dem Arbeitsschutzgesetz und der Gefahrstoffverordnung, die Betriebssicherheitsverordnung und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) relevant. Zu beachten sind auch die Berufsgenossenschaftlichen Regeln (BGR) zur Unfallverhütung, die Maßnahmen zur Erfüllung unverzichtbarer Schutzziele aufzeigen. So schreibt etwa BGR 500 Kap. 2.35 „Betreiben von Kälteanlagen und Wärmepumpen“ regelmäßige sicherheitstechnische Unterweisungen für die Beschäftigten vor.

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Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland ist es üblich, dass Betreiber Dritte damit beauftragen, die Anlage in regelmäßigen zeitlichen Intervallen instandzuhalten. In der Regel sind dies die Anlagenbauer. Sollte sich herausstellen, dass angewiesene Instandhaltungsarbeiten trotz vollumfänglichem Auftrag nicht korrekt ausgeführt wurden, ist es möglich, das beauftragte Unternehmen in Regress zu nehmen.

Nichtsdestotrotz gilt: Der Betreiber bleibt gegenüber dem Gesetz in der Pflicht und hierzu gehört es auch, im Schadensfall die Konsequenzen zu tragen, so Burri. Weiter meint der Experte, dass die Gesetzgebung in der Schweiz generell eine gute Basis für ein vorbildliches Sicherheitsmanagement – von Richtlinien und Prüfpflichten bis hin zu regelmäßig durchzuführenden Detektionen biete. Betreiber, die natürliche Kältemittel einsetzen, müssen beim Sicherheitsmanagement weitere Maßnahmen ergreifen. So ist vor allem bei größeren NH3-Anlagen mit einer Füllmenge von über 2000 kg ein Einsatzplan für die Notdienste Pflicht, der in vereinfachten Bauplänen und RI-Schemata z.B. alle sicherheitsrelevanten Handabsperrventile und Komponenten aufzeigt.

Maßnahmen kontrollieren, korrigieren und dokumentieren

Auch in Deutschland ist Sicherheitsmanagement ein laufender Prozess, den der Unternehmer oder eine von ihm beauftragte Sicherheitsfachkraft leitet und in den alle Mitarbeiter einzubeziehen sind, erläutert Brinkmann. Zuerst muss der Betreiber die Gefährdungsbeurteilungen erarbeiten, die anschließend dazu dienen, Sicherheitsmaßnahmen aller Art festzulegen. Zu diesen gehören etwa erforderliche Prüfungen, Kontrollen und regelmäßige sicherheitstechnische Unterweisungen der Mitarbeiter. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen gilt es, im laufenden Betrieb kontinuierlich zu prüfen, Maßnahmen evtl. zu korrigieren und vor allem auch nachvollziehbar zu dokumentieren.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website von Eurammon.

* Quelle: Der Artikel beruht auf einem Eurammon-Interview mit Raymond Burri und Rainer Brinkmann.

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