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Der Kreis schließt sich
Nun schließt sich der Kreis in Bezug auf die bereits erwähnte IEC 60079-32-1 Tabelle C2. Einzelne Freistrahlbefüllungen im Literbereich bewirken keine elektrostatischen Zündgefahren. Zu beachten ist jedoch, dass bereits aufgeladene Medien bei Freistrahlbefüllungen durchaus elektrostatische Zündgefahren herbeiführen können. Das kann zu aufgeladenen Flüssigkeitsfetzen führen, eine Erscheinung, die bei den vorausgegangenen Experimenten bereits nachgewiesen wurden. Dementsprechend müssen zur Gefahrenabschätzung, insbesondere in der chemischen Industrie, Aufladungen erzeugende Vorgänge bei der Filtration, in Pumpen und Rohrleitungen unbedingt in die Betrachtungen einbezogen werden.
Gefahr gebannt?
Aus den beschriebenen Versuchen kann fraglos abgeleitet werden, dass sämtliche Flüssigkeiten in Mengen bis zu zehn Litern, falls sie nicht durch einen vorausgegangenen Verfahrensschritt aufgeladen wurden, beim Freistrahlbefüllen durch Schwerkraft, bis zu drei Meter Fallhöhe, keine Zündgefahren herbeiführen. Zu beachten ist jedoch, dass der zu entleerende Behälter aus leitfähigem Material besteht und zuverlässig geerdet ist.
Damit sind für Flüssigkeitsmengen von Millilitern und Litern die Untersuchungen zur Aufladung beim freien Fall abgeschlossen. Geplant ist, die Untersuchungen im Bereich von Hektolitern weiterzuführen, doch im Hinblick auf die sorgfältige Ausarbeitung solcher Großversuche ist ein Zeitplan derzeit noch nicht möglich.
* * A. Thulin ist Berater und Gründer von ATC (Schweden),S. & G. Lüttgens sind die Gründer von Elstatik, Odenthal.
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