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Explosionsschutz

Ist es Zeit, eine alte Explosionschutz-Weisheit ad Acta zu legen?

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Dicht über den Boden des Tanks wurde zur Ladungsmessung ein Coulombmeter installiert. Zuvor elektrostatisch aufgeladene Objekte (isolierend oder leitfähig) wurden zu dessen Messelektrode abgesenkt. Die vom Coulombmeter angezeigten Werte wurden mit den Anzeigen des Oszilloskops in Beziehung gesetzt, dem die zuvor von den Antennen aufgenommenen Signale via Elektrometer zugeführt worden waren.

Der Versuch...

Aus einem metallenen Behälter, der über ein Seil in den großen Tank hinabgelassen werden konnte, ließen sich im Freistrahl verschiedene Flüssigkeiten aus unterschiedlichen Höhen ablassen. Die Prüfung des experimentellen Aufbaus erfolgte, indem ein mit Leitungswasser befüllter kleiner Behälter zunächst auf etwa 10 kV aufgeladen wurde.

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Dann wurde das Wasser abgelassen und fiel dabei über eine Strecke von 3,5 Meter durch die ringförmige Antennenanordnung hindurch in das Auffanggefäß. Sowohl bei einer Menge von einem als auch zehn Litern aufgeladenen Wassers kam es zu heftigen Entladungen, die etwa 50-fach oberhalb der Nachweisempfindlichkeit der Messanordnung von etwa einem Nanocoulomb lagen.

...mit drei Testmedien

Drei verschiedene Flüssigkeiten wurden geprüft, eine von geringer Leitfähigkeit (Transformatoröl), eine von hoher Leitfähigkeit (Leitungswasser) und eine mittlerer Leitfähigkeit (Dieseltreibstoff). In den 90 durchgeführten Experimenten mit verschiedenen Flüssigkeitsmengen (ein oder zehn Liter) traten keine messbaren Entladungen beim Freistrahlablassen auf. Dementsprechend liegen die Entladungen unter etwa einem Nanocoulomb bei Fallhöhen von 3,5 Meter, unabhängig von der Leitfähigkeit der Flüssigkeit.

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