Studie

Integrierte Öl- und Gasunternehmen: Ein Auslaufmodell?

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Zunehmende Risiken

Die Öl- und Gasbranche wird zukünftig stärkeren Risiken ausgesetzt sein, denn sowohl im Downstream- als auch im Upstream-Bereich nehmen finanzielle Risiken etwa aufgrund von Unfällen zu. Dazu trägt auch die wachsende Forderung von Regierungen und Gesellschaft nach umweltfreundlicherer Produktion und Produkten bei.

Das betrifft vor allem die Förderung aus schwierigeren Vorkommen, die naturgemäß mit höheren Produktionskosten und größeren Umwelt-und Sicherheitsrisiken verbunden ist. „Das jeweilige Risikoprofil wird wesentlich zur Positionierung innerhalb der Wertkette beitragen. Die Vorreiter der Branche werden sich dabei vor allem dadurch auszeichnen, dass es ihnen gelingt, die Risiken zu verstehen, zu kalkulieren und zu steuern“, so Schröter.

Grüne Strategie gefordert

Nicht zuletzt werden Öl- und Gasunternehmen zunehmend in der Pflicht sein, auch für den Umgang mit erneuerbaren Energien eine Strategie vorzuweisen. Denn die Nachfrage nach alternativen Energien steigt, und immer intensiver fordern Einzelpersonen, Aktionäre, Regierungen, Finanzinstitute und Nicht-Regierungsorganisationen von den Ölunternehmen glaubwürdige und realisierbare Strategien für den Umgang mit alternativen Energien.

„Was von den Unternehmen verlangt wird, ist eine klare Vision für den Umgang mit alternativen Energien, die wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich sinnvoll ist. Dazu gehört auch, dass man Wissenstransfer ermöglicht. So macht es beispielsweise für ein Ölunternehmen Sinn, Investitionen in Algentechnologien zu prüfen, denen im wachsenden Markt für Biofuels zunehmend interessante Chancen zugestanden werden“, sagt Schröter.

Es ist zu erwarten, dass sich die Branche auch weiterhin rasant verändern wird. Unternehmen sind daher aufgefordert, aktiv zu werden, wenn sie schnell genug die Expertise aufbauen wollen, die nötig ist, um in den jeweiligen Segmenten der Energie-Wertkette erfolgreich zu bestehen. „Unternehmen müssen rasch reagieren und diese Reaktion darf nicht oberflächlich sein. ‚Business as Usual‘ ist keine Option mehr“, so Lewe abschließend.

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