Mehrere Unternehmen und Organisationen aus Industrie, Energie, Chemie und Biotechnologie haben strukturelle Anpassungen und Veränderungen in ihren Führungsgremien bekannt gegeben. PROCESS fast die aktuellen Personalmeldungen für Sie zusammen.
GEA stellt die Weichen für die Zukunft: Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von CEO Stefan Klebert vorzeitig bis Ende 2028 verlängert und eine umfassende Neuordnung des Vorstands beschlossen.
(Bild: GEA)
Der Aufsichtsrat der GEA Group hat Stefan Klebert (60) einstimmig und vorzeitig für weitere zwei Jahre – bis Ende Dezember 2028 – zum Vorstandsvorsitzenden bestellt und seinen Vertrag entsprechend verlängert. Neben der Vertragsverlängerung für den CEO hat der Aufsichtsrat eine Erweiterung des Vorstands auf sechs Ressorts ab 2026 beschlossen. In diesen werden erfolgreiche Führungskräfte aus der bisherigen Divisions- und Funktionsführung von GEA bestellt:
Alexander Kocherscheidt (51) wird zum Finanzvorstand (CFO) bestellt. Er folgt auf Bernd Brinker (60), der GEA zum 31. Oktober 2025 im besten Einvernehmen verlassen wird und so im Einklang mit der Neuorganisation eine weitere Verjüngung des Vorstands und eine frühzeitige Nachfolgelösung auf der CFO-Position ermöglicht. Alexander Kocherscheidt, derzeit CFO der Division Liquid & Powder Technologies, startete 2019 bei GEA als Head of Group Finance und bekleidete zuvor diverse Führungspositionen im ThyssenKrupp-Konzern. Er begann seine Karriere im Investmentbanking von Sal. Oppenheim.
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Dr. Nadine Sterley (44) übernimmt das Mandat für den neuen Vorstandsbereich People & Sustainability sowie die Funktion der Arbeitsdirektorin. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören die Kernfunktionen Personal, Nachhaltigkeit und Recht. Bisher fungierte sie als Chief Sustainability Officer und Chief Human Rights Officer bei GEA und war zuvor seit Mitte 2016 in verschiedenen Positionen im Unternehmen tätig. Bevor sie zu GEA kam, arbeitete sie als Rechtsanwältin in einer renommierten international tätigen Kanzlei.
Kai Becker (44) übernimmt das Vorstandsmandat für die Division Pure Flow Processing. Die neu zugeschnittene Division entsteht aus der bisherigen Division Separation & Flow Technologies und integriert das Komponenten-Geschäft von Heating & Refrigeration Technologies. Die zuvor von Kai Becker verantwortete Division Heating & Refrigeration Technologies wird zum 31. Dezember 2025 aufgelöst. Kai Becker ist seit 2004 bei GEA tätig.
Klaus Stojentin (58) übernimmt das Vorstandsmandat für die Division Nutrition Plant Engineering. Diese neu zugeschnittene Division vereint das Geschäft der bisherigen Division Liquid & Powder Technologies mit dem Bereich Heating & Refrigeration Solutions der Division Heating & Refrigeration Technologies. Klaus Stojentin – seit 2003 bei GEA – führt aktuell die Division Separation & Flow Technologies.
Peter Lauwers (55) übernimmt das Vorstandsmandat für die Division Pharma & Food Applications, die bisher Food & Healthcare Technologies heißt und mit einem unveränderten Portfolio weiter besteht. Er ist seit 2020 als Division-CEO im Unternehmen tätig, zunächst als CEO Farm Technologies und seit 2024 als CEO von Food & Healthcare Technologies. Er besetzte zuvor Top Management-Positionen bei Atlas Copco.
Alle neuen Vorstände sind für drei Jahre, bis 31. Dezember 2028, bestellt – mit Ausnahme von Alexander Kocherscheidt, der bis zum 31. Oktober 2028 berufen wurde.
Die Division Farm Technologies wird unverändert von Dr. Andreas Seeringer (44) geführt und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden.
Auf Empfehlung des Nominierungsausschusses wird der GEA-Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2026 Prof. Dieter Kempf zur Wiederwahl als Aufsichtsratsvorsitzender für ein weiteres Jahr, bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2027, vorschlagen. Hiermit soll die Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Aufsichtsrat und mit dem Vorstand unter der Führung von Prof. Dieter Kempf in der Übergangsphase in die neue Führungs- und Organisationsstruktur ermöglicht werden. Gleichzeitig soll so auch eine geordnete Nachfolgeregelung im Aufsichtsrat gewährleistet werden.
Dr. Stefanie Kesting wird neue CEO von Thyssengas
Die Energiemanagerin Dr. Stefanie Kesting (48) wird zum 1. Januar 2026 Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) von Thyssengas. Als in der Energiebranche bekannte Führungspersönlichkeit verfügt Kesting über eine tiefe Kenntnis und ausgewiesene Erfahrung nicht nur in der Erdgas- und Elektrizitätswirtschaft, sondern auch bei Projekten entlang der Wertschöpfungsketten der zukünftig im Rahmen der Energietransformation ebenfalls verstärkt zu transportierenden Gase: Wasserstoff, Biomethan und CO2.
Kesting übernimmt die Aufgabe von Dr. Thomas Gößmann (64), der die Thyssengas nach rund neun Jahren in den Ruhestand verlässt.
Stand: 08.12.2025
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Kesting verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Energiewirtschaft. Nach Stationen bei DNV, E.ON und Uniper ist sie derzeit Mitglied des Boards of Directors und Geschäftsführerin im Geschäftsfeld Energy Project Solutions beim Anlagenhersteller Neumann & Esser. Hier ist sie unter anderem als Geschäftsführerin des Biogas-Unternehmens Arcanum Energy Systems in Holzwickede und des dezentral integrierten Wasserstoffproduktions-Unternehmens H2HS im Kreis Heinsberg in Verantwortung. Sie ist zusätzlich anerkannte internationale Aufsichtsrätin, so z. B. aktuell als Aufsichtsratsmitglied für den finnischen Energiekonzern Fortum und das portugiesisch-stämmige energieintensive Glas-Produktionsunternehmen BA Glass tätig.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer energiewirtschaftlichen Management-Expertise liegt seit vielen Jahren auf den Themen erneuerbare Gase und CO2-Technologien. So war sie ab 2017 zusätzlich viele Jahre Gründungspräsidentin und Vorstandsmitglied des heute wichtigsten europäischen CCU-Verbandes „CO2 Value Europe“. Die studierte Diplomkauffrau und promovierte Volkswirtin ist Autorin zahlreicher Publikationen. Für ihre Dissertation zur Regulierung des Zugangs zu den europäischen Ferntransportnetzen im europäischen Gasmarkt wurde sie u.a. 2006 mit dem GEE Preis des Berliner Energieforums ausgezeichnet.
Wechsel von BASF zu Roche
Dr. Nina Schwab-Hautzinger, Leiterin Corporate Communications & Government Relations, wird BASF zum 31. Januar 2026 verlassen, und wechselt zu Roche.
Schwab-Hautzinger kehrt von BASF zu Roche zurück, wo sie zuletzt als Leiterin der Unternehmenskommunikation und Regierungsbeziehungen tätig war. Während ihrer vorherigen dreizehnjährigen Tätigkeit bei Roche hatte sie verschiedene Führungspositionen im Kommunikationsbereich inne – unter anderem als Leiterin Corporate Brand & Communications auf Konzernebene sowie als Leiterin Kommunikation & Public Affairs für den Pharmabereich in Deutschland. Außerdem leitete sie den Healthcare-Bereich einer strategischen Kommunikationsberatung in Singapur.
Sie studierte an der Universität Mannheim (Deutschland) und der University of Waterloo (Kanada) und promovierte an der Universität Zürich, Schweiz, im Institut für Kommunikations- und Medienforschung.
Stiftung für Biobasierte Zukunft erweitert Kuratorium
Der Geschäftsführer von Novozymes Berlin, Dr. Thomas Polakowski, wird neues Mitglied im Kuratorium der Stiftung für Biobasierte Zukunft. Der 56-Jährige leitet den Berliner Standort des dänischen Biotechnologie-Unternehmens seit 2021 und verantwortet dort neben der Unternehmensführung die Entwicklung von Probiotika und Postbiotika. Er ist außerdem Mitgründer und Mitinhaber der 3B Pharmaceuticals GmbH, einem Unternehmen in der Nuklearmedizin.
Die Gründerin der Stiftung, Prof. Dr. Christine Lang, ehemalige Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, begrüßt die umfangreiche Expertise des promovierten Ingenieurs. So hat Polakowski zu „Metabolic Engineering“ geforscht (die nachhaltige Produktion von chemischen Building Blocks und Bereitstellung komplexer, chemisch schwer zugänglicher Moleküle). Er hat maßgeblich biobasierte Prozesse zum Beispiel für eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln oder die Entfernung von Mykotoxinen aus Futtermitteln vorangetrieben.
Auch der Einsatz von Mikroorganismen zur Förderung der menschlichen Gesundheit gehört bis heute zu seinen Aufgabengebieten. Thomas Polakowski blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Branche zurück und hat mit Unternehmen wie BASF, Bayer, Schering, Evonik, Wacker Chemie oder Novartis zusammengearbeitet.
Das Kuratorium der Stiftung Biobasierte Zukunft entscheidet über die Vergabe von Stiftungsgeldern und Fördermitteln unter anderem für Forschungsvorhaben, Machbarkeitsstudien oder Technologie-transfer. Die Stiftung wurde im vergangenen Jahr gegründet. Sie will Forschungsbemühungen und Initiativen für eine echte Kreislaufwirtschaft miteinander vernetzen und mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken.
Wika verstärkt sein Führungsteam mit Axel Schwerdtfeger
Die Wika Gruppe hat mit Axel Schwerdtfeger einen erfahrenen Leader und Experten aus der Industrie gewonnen. Seit dem 1. Oktober ist er als Executive Vice President für den Geschäftsbereich Process Solutions verantwortlich. Darüber hinaus ist er als Mitglied der Geschäftsleitung wesentlich an der Entwicklung und Implementierung der globalen Unternehmensstrategie des Messtechnikherstellers beteiligt.
Die Schwerpunkte von Schwerdtfeger werden unter anderem darauf liegen, das Produkt- und Serviceportfolio des Geschäftsbereichs sowie der dazugehörigen Niederlassungen strategisch weiterzuentwickeln, innovative Lösungen mit hohem Kundenmehrwert zu schaffen und die Geschäftsprozesse kontinuierlich zu optimieren.
Zuletzt war Schwerdtfeger CTO und Vorstandsmitglied bei Hawe Hydraulik, einem Hersteller von mechatronischen und hydraulischen Komponenten und Systemen mit Hauptsitz in München. Bei dem international agierenden Familienunternehmen mit globalen Tochtergesellschaften war er 20 Jahre lang in verschiedenen Rollen tätig. Unter anderem verantwortete der studierte Wirtschaftsingenieur als COO zwei Jahre das operative Geschäft der Niederlassung in Shanghai, China.