Mischsysteme Homogenisierungs- und Mischsysteme für Coating-Lasuren und Lacke

Autor / Redakteur: Ulf Sieckmann / Dr. Jörg Kempf

Die Herstellung von Lasuren und Lacken für das Überziehen von Tabletten und Kapseln verlangt heute Systemlösungen, die widersprüchliche Anforderungen des Herstellprozesses in einem Anlagensystem vereinigen. So müssen sowohl kontinuierlich arbeitende Herstelllinien als auch diskontinuierliche Batchverfahren bedient werden.

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Die Herstellung von pharmazeutischen Produkten stellt immer wieder neue und oft nur mit hohem technischem Aufwand realisierbare Herausforderungen an die Herstellprozesse und die verfahrenstechnische Flexibilität der Prozesssysteme. Dabei bestimmen die immer anspruchsvoller werdenden Formulierungen der Produkte maßgeblich die Komplexität und Verfahrenflexibilität der Produktionssysteme. Dies gilt auch für Lasuren und Lacke für das Beschichten von Tabletten und Kapseln.

Ein Herausforderung ist z.B., dass eine Zwischenlagerung oder Pufferung der Lasuren und Lacke in den meisten Fällen aufgrund von Partikelsedimentation und der damit verbundenen Inhomogenität nicht möglich ist. Die Folge: Während des Herstellprozesses im Batchbehälter muss eine ständig gleichbleibende homogene Partikelsuspension gewährleistet sein. Dies ist in der Regel nur durch den ständigen Einsatz eines Homogenisators realisierbar. Der Homogenisator erzeugt dabei die der Partikelsedimentation entgegenwirkende Strömung und Turbulenz im Behälter. Gleichzeitig liefert er einen dem Durchfluss direkt, aber nicht-proportional abhängigen Anstieg des mechanischen Energieeintrags durch Schubspannungen im Scherspalt. Die erzeugte Energie muss dabei entgegen dem Durchfluss sehr kontrolliert eingetragen werden, da zu starke Scherkräfte im Scherspalt schnell zu einem unkontrollierten Anstieg der Viskosität bis zur völligen Verfestigung des Produktes führen können.

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