PTFE-Schläche Hochbeständig und modular aufgebaut
Der richtige PTFE-Schlauch macht den Unterschied – Schlauch ist Schlauch? Weit gefehlt, für besondere Anwendungen werden auch Schlauchleitungen mit besonderen Eigenschaften benötigt. Besonders, wenn es um sensible Anwendungen wie in der Pharmaindustrie geht.
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Eine gute Schlauchleitung wird erst dann gut, wenn sie für das Einsatzgebiet geeignet ist. Daher sind Schlauchleitungen auf den jeweiligen Einsatz abzustimmen. Besonders bei Schlauchleitungen aus PTFE gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Typen und Ausführungen, was es dem Anwender erschwert, die richtige Auswahl zu treffen. Da diese Schlauchleitungen bisher nur wenig genormt sind, ist es oft so, dass hier auch herstellerspezifische Eigenschaften einfließen. Für alle Schlauchleitungen ist es wichtig, die Betriebsbedingungen wie Nennweite, Länge, Biegeradius sowie den Druck- und Temperaturbereich festzulegen. Sie sind auch nach der Druckgeräterichtlinie zu klassifizieren. Hilfreich für die Auswahl sind auch Zusatzangaben über Umgebungs- und Reinigungsbedingungen.
Ein großer Vorteil bei PTFE-Schlauchleitungen ist ihr modularer Aufbau. Bei diesen Schlauchtypen kann der Inliner des Schlauches – kurz Liner – mit unterschiedlichen Druckträgern und Deckenbeschichtungen kombiniert werden. Druckträger sind als Edelstahlgeflechte – mit oder ohne Deckschicht – sowie als Kunststoffgeflechte verfügbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die modular aufgebauten Typen problemlos bördeln lassen. Beim Bördeln wird der Liner durch die Armatur gezogen und zu einer Dichtfläche geformt.
Bördel oder Gewinde?
Sind Medien so aggressiv, dass sie die Armatur angreifen, ist die Bördel eine kostengünstige Variante und Produktanschlüsse sind somit geschützt. Auch können Flanschanschlüsse und auch Aseptik- oder Milchrohrverbindungen durchgängig und nahtlos mit PTFE durchzogen werden, um beispielsweise Schmutznester zu vermeiden.
Gewindeverbindungen sind eher ungeeignet zum Bördeln. Hier bietet sich das klassische Hineinstecken des Fittings in den Schlauch an. Diese Fittings lassen sich mit PTFE auskleiden, was der Schutzfunktion einer Bördel entspricht. Allerdings wird der lichte Querschnitt des Schlauches im Anschlussbereich verringert.
Beim Strömen von Fluiden ist die Betrachtung der Elektrostatik ein wesentliches Auswahlkriterium, um Unfälle durch Entladungen zu vermeiden. Die TRBS 2153 beschreibt hier ausführlich Einsatzgrenzen und Möglichkeiten der Schlauchausführung. Grundsätzlich ist zwischen der Prozess- und Umgebungsatmosphäre zu unterscheiden. Liegt beim Fördern oder Reinigen ein explosionsfähiges Medien-Gemisch vor, ist der Liner antistatisch auszuführen. In einer explosionsgefährdeten Umgebungsatmosphäre ist die Decke antistatisch oder elektrisch leitend auszuführen. Antistastische PTFE-Liner sind schwarz und mit leitfähigem Ruß eingefärbt. Nicht leitende Liner sind weiß oder milchig transparent. Beide Linertypen sind für Lebensmittel- und Pharmaanforderungen verfügbar.
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