Heißdampftrockner

Heißdampf anstatt heißer Luft

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Tests des Fraunhofer-Instituts bestätigen die Zeiteinsparungen: Die Trockenzeit von Apfelringen reduzierte sich von acht Stunden auf 50 Minuten. Auch bei Lebensmittelrohstoffen auf Kartoffelbasis verringerte sich die Zeit um mehr als 90 Prozent.

Die Forscher testeten aber nicht nur Lebensmittel – auch Baumaterialien, Futtermittel und mineralische Rohstoffe trocknete die Anlage in kürzerer Zeit. Gerade Futtermittel zeigten ein ähnlich gutes Verhalten. Sie trockneten in zehn Minuten bei einer 10 °C geringeren Temperatur als das Heißluftverfahren.

Erfolgreicher Praxistext

Die Feuertaufe in der Praxis besteht der Trockner bereits bei einem Lebensmittelkonzern, der eine Produktionsanlage in Betrieb genommen hat und damit Tiernahrung trocknet. Zwar wurden bisher noch keine Anlagen serienmäßig gebaut, Laopeamthong stellt allerdings klar, dass die Anlagen gemäß der Anforderungen der Kunden konstruiert werden. Momentan ist das Institut mit mehreren Anlagen ausgestattet, um Produkte von Industriekunden zu testen.

Ein Bandtrockner im Technikumsmaßstab soll eine Verdampfungsleistung von 50 Kilogramm pro Stunde bei einer Temperatur von 250 °C liefern. Auch Konti- und mobile Batch-Trockner für Schütt- und Stückgüter haben die Forscher entwickelt.

* Der Autor ist Volontär bei PROCESS

* E-Mail-Kontakt: tobias.hueser@vogel.de

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