Biologika Grundsteinlegung für ein neues Bayer-Technikum in Wuppertal

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Bayer HealthCare errichtet am Standort Wuppertal auf gut 1000 Quadratmetern Grundfläche ein neues Technikum zur biotechnologischen Produktion von Arzneimittelwirkstoffen, die in klinischen Studien eingesetzt werden. Die Investitionen hierfür betragen 35 Millionen Euro. Bayer baut damit die Kompetenzen im Biologika-Bereich weiter aus.

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Modell des zukünftigen Technikums Zellbiologie im Pharma- und Chemiepark Wuppertal (Bild: Bayer HealthCare)
Modell des zukünftigen Technikums Zellbiologie im Pharma- und Chemiepark Wuppertal (Bild: Bayer HealthCare)

Wuppertal – „Für ein forschendes Pharma- und Chemieunternehmen wie Bayer sind Innovationen der Schlüsselfaktor für zukünftiges Wachstum. Das neue Zellbiologie-Technikum ist eine Investition in unseren langfristigen Erfolg. Wuppertal bietet uns hierfür die richtigen Rahmenbedingungen“, sagte Dr. Wolfgang Plischke, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, bei der Grundsteinlegung des Technikums am 13. Dezember 2010 im Pharma- und Chemiepark. Die neue Anlage soll Ende 2012 in Betrieb gehen.

Biologika sind mittels biotechnologischer Verfahren hergestellte Arzneimittel. Bayer HealthCare konzentriert sich dabei in erster Linie auf Antikörper, Gerinnungsfaktoren und andere therapeutische Proteine. „Damit vergrößern wir unsere Möglichkeiten, neue Medikamente zur Bekämpfung schwerer Erkrankungen wie Krebs anbieten zu können“, sagte Professor Dr. Andreas Busch, Mitglied im Executive Committee von Bayer HealthCare.

In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen seine Kompetenz in der Biologika-Forschung kontinuierlich ausgebaut. „Mit dem neuen Technikum erweitern wir unsere Produktionskapazitäten, um für eine gestiegene Anzahl an potenziellen Wirkstoffen auch für die späten Phasen der klinischen Entwicklung ausreichend Material herstellen zu können“, so Busch.

Nach neuestem Stand der Technik

Das 21 Meter hohe Gebäude wird nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet und umfasst alle Stufen eines biotechnologischen Verfahrens. Für die eigentliche Produktion sind in zwei Etagen 1370 Quadratmeter Fläche für „Reinräume“ vorgesehen. Sie werden nur über Schleusensysteme erreichbar sein. Keime und Partikel in der Raumluft müssen innerhalb geringer Grenzwerte bleiben. Technik, Büros und Sozialräume verteilen sich auf weitere drei Geschosse. Es handelt sich um eine Mehrzweckanlage mit großer Flexibilität, in der 20 hochqualifizierte Mitarbeiter verschiedene Produkte herstellen werden.

Oberbürgermeister Peter Jung erklärte bei der Grundsteinlegung: „Diese Bayer-Investition ist eine wunderbare Art, sich zum Standort zu bekennen.“ Darüber sei die Stadt mehr als froh, sagte Jung, „schließlich ist Bayer ein Unternehmen, das für Innovation, Zukunft und, ganz wichtig, für qualifizierte Arbeitsplätze steht.“

„Das neue Technikum verdeutlicht einmal mehr, wie hoch integriert unser Standort ist. Von der Forschung über die Entwicklung bis zur Wirkstoffproduktion decken wir alle wichtigen Disziplinen ab – und zwar bei chemischen und biologischen Wirkstoffen“, betonte Dr. Klaus Jelich, Standortleiter von Bayer HealthCare in Wuppertal. Die Investition sei ein Zeichen für den hohen Stellenwert, den der Standort für das Unternehmen hat.

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