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Zentrale Bedeutung kommt den Übergängen zwischen den Gehäuseelementen zu. Die konstruktiven Richtlinien schreiben zünddurchschlagsichere Spalte vor, die eine Spaltweite i nicht überschreiten und eine Spaltlänge L nicht unterschreiten dürfen.
Die geringen Spaltmaßtoleranzen führen beim Abnehmen eines Gehäusedeckels zu einem, dem Öffnen entgegenwirkenden Vakuum. Die erforderliche Länge der Spalte begünstigt dabei ein Verkanten der Gehäuseteile. Der Einsatz von Werkzeug im Bereich der Spalte ist starken Beschränkungen unterworfen.
Eine innovative Lösung sind konische Spalte. Mit dem Abziehen des Gehäusedeckels vergrößert sich der Spalt sofort und der Druckausgleich findet statt. Die Konizität ist so gering ausgeprägt, dass sie mit bloßem Auge kaum sichtbar ist. Bereits ein Gehäuseübergang dieser Bauform ist ausreichend, um den Druckausgleich herstellen zu können.
Explosionsgeschützter Elektroanschluss
Während die druckfeste Kapselung des Gerätegehäuses in allen Zertifizierungsbereichen anerkannt ist, gibt es im Bereich des Elektroanschlusses Unterschiede. In den USA (FM) muss auch dieser Bereich druckfest gekapselt ausgeführt sein, in Europa (Atex) ist die Zündschutzart „Erhöhte Sicherheit“ zugelassen.
Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil modular aufgebauter Produktreihen. Ist der Elektroschluss eine eigene Einheit, kann ein Gerät ja nach Anforderung mit dem passenden Anschluss ausgestattet werden.
Internationale Zertifizierungen
Die Öl- und Gasindustrie ist ein globaler Markt und es gibt keine weltweit einheitliche Explosionsschutz-Zertifizierung. Um einem Planer die Sicherheit zu geben, einen Stellantriebstyp in weltweit verteilten Projekten einsetzen zu können, muss dieses Gerät zumindest nach Atex (Europa), FM (USA), EAC (Russland), IEC Ex (Australien usw.) und Nepsi (China) zertifiziert sein.
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