Lanxess in Antwerpen

Gegen den Strom: Was steckt hinter den Lanxess Investitionen in Belgien?

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The Big Picture

Es gehe um die gesamte Wertschöpfungskette, bekräftigt HPM-Chef Zobel. Und das lohnt sich: So konnte das High-Performance- Materials-Geschäft seine Margen von 6,1 % 2013 auf über 15 % 2016 ausbauen. Das schlägt sich auch in Zahlen nieder: Noch bis 2010 waren Intermediates und Kunststoffvorprodukte für den Großteil des Bereichsumsatzes (63 %) verantwortlich.

Heute ist dieser Anteil auf weniger als 20 % gefallen – Geld wird mit fertigen Engineering Plastics oder Compounds verdient. Das diese so lukrativ sind, liege auch an der Integration über den gesamte Herstellungsprozess, ist sich Zobel sicher. Kein Wunder, dass Lanxess am anderen Ufer des träge fließenden Flusses eine hochmoderne Glasfaser-Produktion betreibt.

Es lohnt sich manchmal, gegen den Strom zu schwimmen: Schon jetzt besteht fast die Hälfte eines Autos aus Kunststoffen – Tendenz steigend. Bis 2020 er­wartet Zobel, dass der weltweite Bedarf an Engineering Plastics um 50 % gegenüber 2015 zunehmen wird. An der Schelde ist man bereit, wenn sich die Gezeiten ändern.

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