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Beispiel aus dem Chempark Leverkusen
Dass Mitarbeiter ein hohes Kosten- und Energiebewusstsein entwickeln können, bewies u.a. Bernd Stommel, Gebäudemanager an allen drei Chempark-Standorten im Geschäftsfeld Bildung. Auch die Laborgebäude fallen in seinen Bereich. Im Frühjahr 2012 musste die Steuerung für eine Lüftungsanlage in einem Leverkusener Labor erneuert werden.
Stommel kam eine Idee: Laboratorien sind meist mit einer Lüftungsanlage ausgestattet, die in der Regel 24 Stunden am Tag arbeitet. Das ist in vielen Laboratorien sinnvoll, da zahlreiche Versuche auch nachts weiterlaufen. Im Bereich Bildung sind viele Labors jedoch ab 20 Uhr geschlossen. In dieser Zeit könnte somit – bei 120 000 Kubikmetern pro Stunde im Vollbetrieb – eine große Menge Luft eingespart werden. Die Lösung hatte der Gebäudemanager: Um die Luftmenge zu steuern, wurden Frequenzumrichter in der Lüftungsanlage installiert. Sie funktionieren ähnlich wie ein Dimmer bei einer Lampe.
Der Einsatz ermöglicht es nun, die Anlage nicht nur ein- und auszuschalten, sondern auch stufenlos einzustellen. Mit dem Einbau konnte seit vergangenem Jahr in der Zeit von 22 bis 6 Uhr und an Sonn- und Feiertagen der Luftverbrauch auf 20 Prozent gesenkt werden. Damit spart Currenta nicht nur jede Menge Luft, sondern auch Geld: Im ersten Jahr bereits 26 000 Euro. Auch Stommel profitierte: Für seinen kreativen Einfall erhielt er eine Prämie von rund 6000 Euro.
Beispiel aus dem Chempark Dormagen
Höhere Wirtschaftlichkeit durch Nutzung der vorhandenen Kapazitäten bringt eine Ergebnisverbesserung von rund 36 000 Euro im Jahr: In der Sonderabfall-verbrennungsanlage in Dormagen werden die Flüssigkeitsbrenner, entsprechend zur Brennstoffmenge, jeweils mit bis zu 5000 Kubikmeter je Stunde Verbrennungsluft versorgt. Wenn z.B. ein Tankcontainer mit der zu entsorgenden Abfallflüssigkeit geleert war und der Brenner abschaltete, stellte sich bislang die Luftmenge automatisch auf die Startmenge zurück; diese beträgt nur 1700 Kubikmeter pro Stunde. Bis ein neuer Tankcontainer angeschlossen war, wurde die Verbrennungskapazität nicht voll genutzt.
Das kreative Team der Verbrennungsanlage hat schichtübergreifend eine effektivere Lösung gefunden: Man schlug vor, die Luftmenge beim Abschalten des Brenners einfach unverändert zu lassen und die parallel laufenden Brennersysteme durch eine Regelung automatisch hochzufahren.
Last not least: ein Beispiel aus dem Chempark Krefeld: Einfach weiterblättern ...
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