Hybridfiltersysteme Filtermedien für Hybrid-Filteranlagen in der Rauchgasreinigung

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

In der Rauchgasreinigung setzen sich zunehmend so genannte Hybridfilter durch: eine Kombination aus Elektro- und Gewebefilter.

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Elektrofilter sind seit Jahren Bestandteil von Rauchgasreinigungsanlagen. Strengere Gesetzgebungsvorschriften bezüglich der Emissionsgrenzwerte verdrängen jedoch nach und nach den Elektrofilter als Endabscheider. Diese Gegebenheiten haben für Anlagenbauer der Elektrofiltertechnik ein neues Konzept hervorgebracht: den Umbau eines Elektroabscheiders in einen Hybridfilter.

Die Funktion von Hybridfiltern

Das Hybridfiltersystem stellt eine Kombination zwischen Elektro- und Gewebefilter dar. Das Rauchgas durchströmt zuerst einen elektrostatischen Abscheider in dem nach dem Elektrofilterprinzip ein Großteil der Staubfracht abgeschieden wird. Anschließend passiert das vorgereinigte Abgas eine Gewebefiltereinheit, in der die restlichen Partikel abgeschieden werden. Der Gewebefilter wird dabei aufgrund der Vorabscheidung durch den Elektrofilter mit zum Teil wesentlich geringeren Staubbeladungen beaufschlagt. Dies hat für den Betreiber den Vorteil, dass die Filtermedien einer geringeren mechanischen Belastung ausgesetzt sind, was sich Standzeit verlängernd auswirken kann.

Erfahrungen mit Hybridfiltern

BWF Envirotec hat gemeinsam mit ETS-Elex India, einem führenden Anlagenbauer in Indien, mehrere Hybrid-Filteranlagen erfolgreich mit Filtermedien bestückt. So sind beispielsweise 830 Filterschläuche aus needlona - PPS/PPS 551 in einem Hybridfilter in einer Kohlefeuerung seit über eineinhalb Jahren im Einsatz. Für die Filterschläuche liegt die zu erwartende Standzeit bei 36 Monaten. Der gewährleistete Reingasstaubgehalt beträgt < 25 mg/Nm³. Weitere Anwendungen sind beispielsweise Zementmühlen, die mit needlona - PE/PE 551 MPS CS17 bestückt sind. Die Standzeiten betragen hier bereits mehrere Jahre.

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