Filtrieren und Separieren
Filter, Siebe, Membranen – was Verfahrenstechniker wissen müssen

Von Doris Popp 5 min Lesedauer

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Trennverfahren spielen in der chemischen und verfahrenstechnischen Industrie eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen es, Stoffgemische in ihre Bestandteile zu zerlegen und sind damit unverzichtbar für zahlreiche Produktionsprozesse. Doch worauf sollten Anlagenplaner bei der Auswahl der geeigneten Filtrations- und Separationstechnologien achten – etwa bei der Wasserstoffproduktion, in der Lebensmitteltechnik oder bei immer strengeren Umweltauflagen.

Filtermedien sorgen nicht nur in der Lebensmittelindustrie z. B. bei Orangensaft für gute Qualität, sondern sind für saubere Prozesse in vielen weiteren Industriebereichen unerlässlich.(Bild: ©  Prostock-studio - stock.adobe.com)
Filtermedien sorgen nicht nur in der Lebensmittelindustrie z. B. bei Orangensaft für gute Qualität, sondern sind für saubere Prozesse in vielen weiteren Industriebereichen unerlässlich.
(Bild: © Prostock-studio - stock.adobe.com)

Der weltweite Industriefiltrationsmarkt zieht spürbar an: Laut der indischen Plattform Fortune Business Insights lag das globale Volumen im Jahr 2018 bei 34,79 Milliarden US-Dollar, bis 2026 soll es 48,52 Milliarden erreichen. Der Treiber dahinter: der steigende Bedarf an effizienten, nachhaltigen Filtrationsverfahren – vor allem in der Prozessindustrie. Besonders Wasserstoff als zukünftiger Energieträger, stellt neue Anforderungen an diese Techniken. Das Rohgas enthält häufig Begleitstoffe wie Wasserdampf oder Sauerstoff, die nicht nur den Prozess stören, sondern auch Werkstoffe und Katalysatoren angreifen können. Für Verfahrenstechniker heißt das: Filtersysteme müssen präziser arbeiten, höhere Temperatur- und Druckbereiche abdecken und sich flexibel in bestehende Anlagen integrieren lassen.

Anlagenbetreiber in der chemischen Industrie setzen Filtrations- und Separationsverfahren ein, um Produkte zu reinigen, Reaktionsgemische aufzubereiten und Wertstoffe zurückzugewinnen. In der Petrochemie sorgen diese Techniken dafür, Erdölfraktionen zu trennen und Raffinerieprodukte aufzubereiten. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie klärt Säfte, separiert Feststoffe aus Suspensionen und konzentriert Milchprodukte durch Filteranlagen. Außerdem dienen Filtrations- und Separationstechnologien in der Wasser- und
Abwasserbehandlung dazu, Schwebstoffe, Mikroorganismen und gelöste Substanzen zu entfernen. In der pharmazeutischen Produktion isolieren und reinigen diese Verfahren Wirkstoffe – und sichern damit die hohe Produktqualität, auf die diese Branche angewiesen ist. In der Schüttgutindustrie dienen Siebmaschinen dazu, Pulver zu filtern.