Flammenlose Druckentlastung

Filter schluckt Flamme und Rauch

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Neben der Auftrittswahrscheinlichkeit der explosionsfähigen Atmosphäre im Roh- und Reingasraum sind auch die Eintrittswahrscheinlichkeit der potenziellen und letztendlich der wirksamen Zünd­quellen zu bewerten. Abhängig von den sicherheitstechnischen Kenngrößen des Staub/Luft-Gemisches und der Gleichzeitigkeit des Vorliegens von Zone und wirksamer Zündquellen sind Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Neben vorbeugenden Schutzmaßnahmen zur Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Explosionsereignisses, sind eventuell auch konstruktive Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkung einer Explosion anzuwenden.

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Die Voraussetzung für die Anwendung konstruktiver Explosionsschutzmaßnahmen an filternden Abscheidern ist der Nachweis der Explosionsfestigkeit bzw. Explosionsdruckstoßfestigkeit der Filteranlagen gemäß der EN 14460. Abhängig von der Beschaffenheit und Ausführung der Filteranlage sind die Berechnung, als auch statische Wasserdruckprüfung sowie „dynamische Explosionsprüfung“ möglich. Bei der Verwendung von Schutzsystemen nach Atex, wie der Berstscheibe bei der Explosionsdruckentlastung oder von Komponenten der Explosionsunterdrückung, sind die einschlägigen Vorschriften einzuhalten und die Anwendungsgrenzen zu berücksichtigen.

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Zusätzlich sind an den Schnittstellen der Filteranlagen zu den vor- und nachgeschalteten Apparaturen (Rohgasleitung, Reingasleitung und Staubaustrag) die Druck- und/oder Flammenwelle zu stoppen. Hierfür ist die Rohrleitung zwischen dem filternden Abscheider und dem Entkopplungsorgan in der gleichen Festigkeit und Eigenschaft wie die Filteranlage auszuführen. Der Einbauabstand in der Rohrleitung zwischen dem zu schützenden Objekt und der Einrichtung für die explosionstechnische Entkopplung ist abhängig von der Nennweite und den Explosionskenngrößen des Staub/Luft-Gemisches auszulegen.

Während bei der Explosionsunterdrückung die Explosion innerhalb des zu schützenden Objekts gehandhabt wird, erfolgt bei der Explosionsdruckentlastung eine Freisetzung der Druck- und Flammenwelle nach außen. Ein entsprechender Sicherheitsbereich ist vor der Berstscheibe auszuweisen und abzusperren, damit kein Schaden für Mensch und Maschine durch den Druck und die Flamme, aber auch dem freigesetzten unverbrannten und verbrannten Staub entsteht.

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