Bilanz von Endress und Hauser Familienunternehmen Endress und Hauser zurück auf Wachstumspfad
Fast nahtlos an das Wachstum vor der Finanzkrise angeknüpft, könnte man meinen bei Endress und Hauser herrscht ungeteilte Feierlaune. Doch auf der Bilanzmedienpressekonferenz in Basel mischen sich nachdenkliche Töne zwischen die Erfolgsmeldungen.
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Evolution statt Revolution lautete die Vorgabe bei der Neuentwicklung des Firmen-Logos, das Pressechefin Monique Juillerat zu Beginn der Bilanzmedienpressekonferenz von Endress und Hauser in Basel vorstellt. Der Umgang mit dem Thema Veränderung und Wachstum zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch die Präsentationen der Geschäftszahlen und Ziele des schweizerischen Prozessautomatisierers.
Eher nachdenklich als euphorisch zeigt sich CEO Klaus Endress angesichts des extremen Aufs und Abs, das auch sein Unternehmen in den letzten Jahren in und nach der Wirtschaftskrise erfahren hat. "Niemand hätte erwartet, dass wir heute von einem Best-year-ever brichten können. Es war, als ob jemand einfach einen Hebel umgelegt hätte, von „Volle Kraft zurück“ auf „Volle Kraft voraus"", sagt Endress gleich zu Beginn seiner Ansprache. "Wir müssen schon gut hinsehen, um in der Bilanz Spuren der Finanzkrise zu finden." Diese Bilanz verrät, dass der Umsatz im Jahr 2010 um fast 20 Prozent auf mehr als 1,3 Mrd. Euro gestiegen und das Ergebnis nach Steuern von 59 Millionen auf 126,6 Millionen Euro gewachsen ist. Die Umsatzrendite des Unternehmens stieg in diesem Zeitraum um 5 Punkte auf 12 Prozent.
Der zweite Blick zeigt aber dann doch Spuren der Krise: So liegt der Umsatz gemessen in Schweizer Franken noch immer deutlich unter dem Vergleichswert des Jahres 2008 und sogar noch unter dem Resultat von 2007. "Und wir haben in Europa noch nicht wieder das Niveau von vor der Krise erreicht , während Asien, Amerika, Afrika und Nahost dynamisch gewachsen sind", sagt Endress. Doch diese großen Schwankungen bringen auch Probleme beispielsweise bei...
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