Chemieunfall bei Organo Fluid Explosion in Rückgewinnungsanlage für Lösungsmittel
Bei dem Chemieunternehmen Organo Fluid in Ritterhude bei Bremen hat sich gestern Abend eine Explosion ereignet. Ein anschließendes Großfeuer musste von bis zu 300 Feuerwehrleuten gelöscht werden. Wie n-tv berichtet, wurde durch den Chemieunfall ein Mensch schwer verletzt. Zur möglichen Ursache der Explosion ist bislang nichts bekannt.
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Ritterhude – Organo Fluid arbeitet laut dem Weser-Kurier im Sektor der destillativen Rückgewinnung schwieriger Lösemittelmischungen, die teilweise als explosiv eingestuft werden. Zudem entwickelt, baut und betreibt das Unternehmen Aufarbeitungs- und Rückgewinnungsanlagen. Nach eigenen Angaben ist die Firma auf die fachgerechte und vorschriftsmäßige Verwertung und Entsorgung besonders überwachungsbedürftiger Abfälle – insbesondere flüssige Sonderabfälle – spezialisiert.
Die Detonation gegen 20:30 Uhr war kilometerweit zu hören und erzeugte eine Druckwelle, die mehrere Häuser eines angrenzenden Wohngebietes so stark beschädigte, dass sie einsturzgefährdet sind. Mittlerweile sei der Brand unter Kontrolle. Am Mittwochmorgen waren aber noch immer 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Laut Feuerwehr ergaben Schadstoffmessungen in der Luft, dass durch den Chemieunfall keine Gesundheitsgefahr für die Bewohner in Ritterhude bestehe.
Nach Angaben von n-tv teilte die Polizei mit, dass es sich bei dem Verletzten wahrscheinlich um einen Mitarbeiter der Firma handelt, der einen Kontrollgang in dem Unternehmen machte, nachdem sein Bereitschaftspieper einen technischen Fehler meldete. Der Mann habe Verbrennungen dritten Grades erlitten, sagte ein Polizeisprecher.
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