Rohrleitungssystem Entstaubungsanlage stellt hohe Ansprüche an das Rohrleitungssystem
Ein Rohrsystem, über das Industriestäube abgesaugt werden, muss hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Es soll dicht, druckstoßfest und gleichzeitig leicht zu montieren und zu warten sein. Wie sich solche Entstaubungsanlagen realisieren lassen, zeigt der folgende Beitrag.
Anbieter zum Thema

Sicherheits- und Umweltaspekte machen Entstaubungsanlagen in vielen Teilen der Produktion unabdingbar. Eine solche Anlage benötigte auch Sealed Air, ein Hersteller von Verpackungsmaterialien und Systemen für Produktschutz, Produktpräsentation und für Verpackungen von Lebensmitteln, für seine neuen Fertigungseinheiten für Verpackungsfolien des ungarischen Werks in Újhartyán.
Insbesondere bei den Maschinen, die beschneiden, verschweißen oder mit speziellem Pulver verklebungsresistent beschichten, fallen Industriestäube an, die über ein Rohrsystem aus den Arbeitsprozessen abgesaugt werden. Das Engineering, die komplette Lieferung und Montage der Gesamtanlage wurde von dem Entstaubungsspezialisten Imex Filtertechnika mit Sitz im ungarischen Sopron realisiert. Dazu gehörte auch die Planung der Entstaubungsanlage in 3D. Hierfür konnte Jacob Rohrsysteme nicht nur die passenden Rohrsysteme, sondern auch seine Rohrsystemteile in 3D-Darstellung liefern.
Rohre nach Baukastenprinzip
Die Qualitätsanforderungen an das entsprechende Rohrsystem ähneln sehr denen der Prozessindustrien: Es soll vor allem dicht und druckstoßfest bis 3 bar Überdruck sein. Da die anfallenden Industriestäube bei elektrostatischer Aufladung und Funkenentstehung explosiv reagieren können, musste das System sehr sicher und auch explosionsdruckstoßfest zertifiziert sein. Weiterhin sollte das Rohrsystem schnell montiert und einfach in der Wartung sein. Anhand dieser Anforderungen fiel die Entscheidung auf das Quick Connect-Prinzip von Jacob.
Auf der gesamten Abluftstrecke wurde das Jacob-Rohrsystem nach dem Baukastenprinzip der Durchmesser DN 100 bis DN 400 Millimeter eingesetzt. Für den Fall der elektrostatischen Aufladung wurde die Jacob-Erdungsbrücke eingesetzt, um die Ableitfähigkeit der Rohrsystemanlage möglichst effizient zu gewährleisten. Dieses patentierte und Exam-zertifizierte Sicherungselement wird einfach auf die Spannringverbindung aufgeschraubt. Wenige Handgriffe ermöglichen sogar im Falle einer Nachrüstung im Betriebszustand die Erdung der Anlage ohne Schweißarbeiten. Zwischen den Filtern und einer im Rohrsystem eingebauten Rückschlagklappe sind die Entstaubungsanlagen auf zusätzliche Explosionsentlastung ausgelegt. Die Verbindung der Rohrelemente wurde deshalb partiell mit Losflansch realisiert.
Zu den eingesetzten Rohrsystemteilen aus dem Baukasten der Wandstärken 1,5 und 2 Millimeter gehören Rohr- und Formteile wie Bögen, Gabelstücke, Segmente, Konusstücke bis hin zu handbetätigten Drossel- und Absperrklappen in pulverbeschichteter Oberflächenqualität. Diese Systemteile wurden mit Spannringen montagefreundlich schnell und stabil miteinander verbunden.
Fazit: Das längsnahtgeschweißte, an den Enden für Spannring- oder Losflanschverbindungen gebördelte Jacob-Rohrsystem (Katalogstandard DN 60 bis 800 Millimeter) nach dem Baukastenprinzip eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen – auch in den Prozessindustrien. Eingesetzt wird es für jegliche Art von Schüttgutransporten, Entstaubung- oder auch Abluftführung in Leichtbauwandstärken von 1 bis 3 Millimeter mit pulverbeschichteten, verzinkten Oberflächen oder auch in Edelstahlqualität.
* Der Autor ist Leiter Marketing und International Business Developement bei Jacob Rohrsysteme.
(ID:30429740)