Single Use-System

Einweg steril ausgepackt

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Edelstahl lässt Raum für Sonderwünsche

In Edelstahl sind Sonderanfertigungen auch kein Problem. „Edelstahl lässt viele Freiheiten in der Gestaltung des Füllsystems zu. Durchmesser, Gefälle, Übergänge, alles ist variabel“, beschreibt der Produktmanager.

Aber wie ist das bei Kunststoffsystemen? Ullherr: „Wir müssen mit den am Markt verfügbaren Komponenten auskommen.“ Aber die Entwickler haben sich eine Lösung einfallen lassen: Ein Baukastensystem, das die häufigsten Anwendungsfälle mit vorkonfigurierten Elementen abdeckt. Aber um ein Einwegsystem zu schaffen, das den Marktanforderungen genügt, ist es mit einem Baukasten noch lange nicht getan:

  • Man braucht Kunststoffe, die abriebfest sind: Partikel sind die natürlichen Feinde der Sterilabfüllung.
  • Kunststoff kann das Fließverhalten der Parenteralia ändern.
  • Die Füllnadeln dürfen nicht tropfen und nichts darf in die Primärverpackung hineinspritzen.
  • Die Pumpe muss die empfindlichen, langkettigen Biomoleküle schonend behandeln und natürlich genau dosieren.

Schließlich geht es um Medikamente, deren Preis zum Teil bei einigen hundert in Einzelfällen bei bis 1000 Euro liegt. Jeder Milliliter Produktverlust kostet bares Geld.

„Wir setzen beim Prevas Peristaltikpumpen ein. Diese Pumpentechnik minimiert Scherkräfte und garantiert dank des präzisen Servoantriebs exakte Füllvolumina“, beschreibt der Produktmanager.

Schluss mit Kreuzkontamination

Auch das Damoklesschwert Kreuzkontamination, das über jeder Sterilabfüllung schwebt, verliert mit dem Einwegsystem seinen Schrecken. Deshalb und wegen des „Ready-to-use-Konzeptes“ hält Ullherr das System für die Kleinchargenproduktion besonders geeignet. Bei einem System mit zwei Pumpen beispielsweise lässt sich ein Chargenwechsel in zirka zehn Minuten durchführen und schon ist ein neues gamma-sterilisiertes System eingehängt.

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