Zweites Leben für Katalysatoren Edelmetall-Recycling: BASF und Heraeus starten Joint Venture in China

Quelle: Heraeus 2 min Lesedauer

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Das neue Joint Venture BASF Heraeus Metal Resource (BHMR) in Pinghu, China hat mit dem Recycling von Edelmetallen aus Autoabgaskatalysatoren begonnen. BHMR soll eine wichtige Rolle für die Versorgung Chinas mit Edelmetallen spielen und ist Teil eines globalen Expansionsprogramms mit einem Umfang von 300 Millionen Euro.

Gäste von BASF Environmental Catalyst and Metal Solutions, Heraeus und der Pinghu-Regierung eröffnen am 17. Januar 2024 die Produktionsstätte von BASF Heraeus Metal Resource.(Bild:  Heraeus)
Gäste von BASF Environmental Catalyst and Metal Solutions, Heraeus und der Pinghu-Regierung eröffnen am 17. Januar 2024 die Produktionsstätte von BASF Heraeus Metal Resource.
(Bild: Heraeus)

Im chinesischen Pinghu hat das Joint Venture BASF Heraeus Metal Resource (BHMR), eine Zusammenarbeit zwischen BASF Environmental Catalyst and Metal Solutions (ECMS) und Heraeus Precious Metals, seinen Betrieb aufgenommen. Die neue Einrichtung konzentriert sich auf das Recycling von Edelmetallen aus gebrauchten Autoabgaskatalysatoren.

Die Anlage ist ein 50:50 Joint Venture zwischen zwei führenden Unternehmen der Branche und erforderte die Investition eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags in Euro. Der Bau wurde innerhalb von 16 Monaten abgeschlossen. Auf einer Fläche von 32.000 Quadratmetern und mit über 100 Mitarbeitern hat BHMR eine Recyclingkapazität von etwa 10.000 Tonnen Katalysatoren pro Jahr. Der Betriebsbeginn erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die ersten Fahrzeuge mit Platingruppenmetallen (PGM) in die Recyclingphase eintreten.

Produktionsstandort des Joint Ventures BASF Heraeus Metal Resource in China(Bild:  Heraeus)
Produktionsstandort des Joint Ventures BASF Heraeus Metal Resource in China
(Bild: Heraeus)

Tim Ingle, Senior Vice President, Precious Metal Services and Recycling bei ECMS, erklärte, dass das Joint Venture modernste Pyrometallurgie-Recyclingtechnologie anbieten wird. Dies ist besonders relevant, da China, einer der größten Verbraucher von Edelmetallen, stark auf Importe angewiesen ist, was das Recycling zur Deckung des nationalen Bedarfs unerlässlich macht. Vor allem für essenzielle Metalle wie Platin, Palladium und Rhodium, die in Branchen wie Petrochemie, Pharmazie und Automobilindustrie genutzt werden, ist dies von großer Bedeutung.

Zudem soll das Recycling von Edelmetallen den Unternehmen zufolge eine erhebliche Reduzierung des CO2-Fußabdrucks ermöglichen und gegenüber dem Abbau in Minen bis zu 98 % der CO2-Emissionen einsparen.

Hu Min, Leiterin von Heraeus Precious Metals China, erklärte: “Die Gründung des Joint Ventures wird unseren Kunden nicht nur helfen, ihre Edelmetalle aus einer nachhaltigen und rückverfolgbaren Quelle zu beziehen, sondern auch zu einer stabilen Versorgung der Edelmetall-Lieferkette Chinas beitragen.”

Marius Vigener, Senior Vice President Business Line Chemicals bei Heraeus Precious Metals, hob hervor, dass die Investition in das Joint Venture Teil eines globalen 300 Millionen Euro Expansionsprogramms ist. Dies soll nicht nur die Nachfrage nach Produkten mit geringem CO2-Fußabdruck befriedigen, sondern auch der PGM- und nachgelagerten Industrie zugutekommen.

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