Sensortechnik

Drei neue Sensoren haben hygienische Prozesse im Visier

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Ein weiterer Vorteil des Sauerstoffsensors ist die einfache Kalibrierung. Diese kann mithilfe des 100 % sauerstofffreien, gebrauchsfertigen Nullpunktgels COY 8 im Feld erfolgen oder unter optimalen Bedingungen im Labor mit Memobase Plus durchgeführt werden. Beides erhöht die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der gesamten Messstelle und erlaubt ein optimales Sensormanagement.

Mit der Einführung des Memosens COS 81 D stehen nun sowohl amperometrische als auch optische Sauerstoffsensoren für die Life-­Sciences und Lebensmittelindustrie zur Verfügung. In etablierten Prozessen kann weiterhin der amperometrische Sensor COS 22 D mit seiner sehr linearen Messung genutzt werden, während in Applikationen, bei denen ein geringer Wartungsaufwand entscheidend ist, der optische Memosens COS 81 D zum Einsatz kommt.

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Leitfähigkeit überwachen

Die elektrische Leitfähigkeit ist der am häufigsten eingesetzte Parameter bei der Lebens- und Arzneimittelherstellung. Sie muss in einem weiten Bereich gemessen werden, von niedrigsten Werten bei der Überwachung der Wassergüte oder bei Spülvorgängen mit Reinstwasser bis hin zu mittleren bis hohen Werten bei Konzentrationsmessungen und Phasentrennungen im Prozess. Der neue Vier-Elektroden-Leitfähigkeitssensor Memosens CLS 82 D ist dabei immer der richtige Sensor. Sensoren mit vier Elektroden kompensieren Polarisationseffekte, die bei hohen Leitfähigkeitswerten auftreten und zu verfälschten Mess­ergebnissen führen. Die Kompensation sorgt für zuverlässige Werte über den gesamten Messbereich.

Das Sensorelement des Memosens-Sensor ist aus Keramik mit Platinelektroden. Der Vorteil: Keramik und Platin weisen ein sehr ähnliches Verhalten bei Temperaturveränderungen auf und dehnen sich dadurch gleichmäßig aus bzw. ziehen sich zusammen. So entstehen keine Spalten. Keime oder Wasser haben so keine Chance einzudringen. Das einzigartige, hygienische Sensordesign garantiert nicht nur gute Reinigbarkeit, sondern sogar aseptische Hygiene. Der Sensor ist autoklavierbar sowie CIP- und SIP-beständig und sämtliche Zertifikate und Zulassungen für hygienische (EHEDG, 3-A) und pharmazeutische (FDA, USP, ASME BPE) Anwendungen sind verfügbar.

Für mehr Prozesssicherheit sorgt die neue Elektrodenverbindungsüberwachung dafür, dass am Mess­umformer sofort eine Meldung angezeigt wird, sollte je die Verbindung zwischen den Elektroden des Sensors und der Elektronik im Sensorkopf unterbrochen sein. Zusammen mit den erweiterten Diagnosefunktionen der Memosens-Technologie ist eine lückenlos sichere Überwachung der gesamten Messkette garantiert.

* Der Autor ist Produkt Manager bei Endress+Hauser, Gerlingen.

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