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Nach der Übernahme von Thyssenkrupp Industrieservice, Düsseldorf, durch die Wisag Service Holding steigt das Frankfurter Unternehmen prominent in das Instandhaltungs-Ranking ein. „Nach der Integration von ABB GTE sowie ThyssenKrupp Hiserv erzielt die Wisag neben den Facility Services und Bodenverkehrsdiensten inzwischen signifikante Instandhaltungsumsätze“, sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. „In dieser Lünendonk-Liste sind mit geschätzten 365 Millionen Euro ausschließlich die Leistungen der Wisag Industrieservice berücksichtigt.“
Auf Platz vier der Lünendonk-Liste „Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung“ liegt ThyssenKrupp Xervon (362,0 Millionen Euro). Die erste Verfolgergruppe wird mit deutlichen Abstand angeführt von der Weber Unternehmensgruppe aus Pulheim (199 Millionen Euro), gefolgt von Buchen Umweltservice (180 Millionen Euro) sowie Hertel Germany (126 Millionen Euro). Das zweite Verfolgerfeld weist einen deutlichen Abstand auf: Hier bewegen sich die Inlandsumsätze im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Lobbe Industrieservice liegt mit 71,1 Millionen Euro auf Position acht, Ebert Hera mit 50 Millionen Euro direkt dahinter. Nah beieinander liegen S.I.S. (39 Millionen Euro), Piepenbrock (37 Millionen Euro), G.I.S (34 Millionen Euro) so-wie Baumüller (33 Millionen Euro). Die beiden Instandhalter riw und Clavey komplettieren die Top 15 der Branche 2009.
Parallel zum Rückgang des Inlandsumsatzes im Jahr 2009 der 15 führenden Instandhaltungs-Unternehmen (-1,5%) sank auch die Mitarbeiterzahl um durchschnittlich -1,8 Prozent. Insgesamt beschäftigten die Top 15 im zurückliegenden Geschäftsjahr 32.173 Mitarbeiter.
Industrieparks und OEMs in der Studie, aber nicht in der Liste vertreten
Aus Gründen der Vergleichbarkeit sind im vorliegenden Ranking weder Kraftwerk-Dienstleister wie Bilfinger Berger Power Services oder E.ON FM noch Service-Einheiten von Hersteller-Unternehmen (OEMs) wie ABB oder Siemens aufgelistet. Die führenden Chemiepark-Dienstleister wie Currenta oder Infraserv Hoechst finden sich hingegen in einem Sub-Ranking wieder. Gleiches gilt für Anbieter mit signifikanten (Klein-)Anlagenbau-Leistungen wie Imtech, Cegelec oder Cofely.
Raffinerie/Petrochemie mit Abstand wichtigste Kundengruppe
Die 15 führenden Instandhaltungs-Unternehmen generierten wie zu erwarten im zurückliegenden Geschäftsjahr ihren höchsten Umsatzanteil mit Instandhaltung (24,2%). Anlagen- und Maschinenreinigung (17,9%), Montage (12,8%) sowie Wartung (11,2%) folgen. Im Durchschnitt entfielen 8,8 Prozent der Leistungen im Jahr 2009 auf Facility Services.
Der Marktsektor Raffinerie/Chemie/Petrochemie ist mit durchschnittlich 39,6 Prozent Umsatzanteil der mit Abstand bedeutendste Marktsektor für die führenden Instandhaltungsunternehmen. Auf die Automobilindustrie entfallen 16,3 Prozent der Umsätze, aus Stahl- und Metallindustrie resultieren 10,6 Prozent. Auf Rang vier folgt der Wirtschaftssektor Kraftwerke/Energie (8,5%).
Insourcing und Nachfragemangel belasten das Geschäft
Da das produzierende Gewerbe als wesentliche Kundengruppe der Instandhaltungsbranche von der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise stark betroffen ist, hat dies Folgen für die Dienstleister. Bei der Frage, welche Faktoren das Wachstum aktuell am meisten behindern, zeigt sich, dass „Nachfragemangel“ sowie „Insourcing“ die größten Restriktionsfaktoren darstellen. „Insourcing wird als temporäre Erscheinung wahrgenommen und entsprechend niedriger bewertet als Nachfragemangel“, so Geschäftsführer Hossenfelder. „Es ist eine große Unsicherheit zu spüren ob der unsicheren Lage, wie lange die allgemeine Krise dauert und welche Auswirkungen die angespannte Situation in Griechenland und weiteren europäischen Ländern auf den Finanzraum haben.“
Mit der Lünendonk-Studie „Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung in Deutschland“ erweitert das Marktforschungsunternehmen Lünendonk, Kaufbeuren, das Studienportfolio um einen weiteren Business-to-Business-Marktsektor. Zudem wird die in 2004 erstmals aufgelegte und jährlich erscheinende Facility-Management-Studie um eine Analyse über Produktionsstätten und Anlagen ergänzt.
Der aktuellen Studie liegen Zahlen, Daten und Fakten von 67 in Deutschland tätigen Instandhaltungs-Unternehmen – darunter die 15 führenden –zugrunde. Sie ist im Juli 2010 als PDF-Datei zum Preis von 1.500,- Euro exklusive Mehrwertsteuer inklusive Versand bei der Lünendonk GmbH erhältlich. Die Lünendonk-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.
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