Desagglomerieren/Zerkleinern Desagglomerieren und Zerkleinern in einer Anlage vereint optimieren den Prozess eines Diabetes-Medikaments
Die Desagglomeration und Zerkleinerung von Rohstoffen sind bei der Aufbereitung von Medikamenten qualitätsbestimmend. Dies zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Metformin, ein von Novartis verwendeter Wirkstoff zur Herstellung von Medikamenten gegen Alters-Diabetes.
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Novartis profitiert von der großen Nachfrage nach Diabetes-Medikamenten mit der Fixkombination aus Metformin und dem DPP-4-Hemmer Vildabliptin und erhöht an verschiedenen Standorten in Europa die Produktionskapazität.
Die Wirk- und Hilfsstoffe zur Herstellung des Blutzucker senkenden Medikaments werden Novartis von seinen Lohnherstellern pulverförmig in Kartons mit 25kg-Inlinersäcken angeliefert, in denen sich infolge der hygroskopischen Eigenschaften, dem Lagerdruck oder der Umgebungstemperatur, Agglomerate oder Klumpen bilden können. Das Produkt darf deshalb im angelieferten Zustand nicht direkt weiterverarbeitet werden, sondern durchläuft vorerst ein aufwändiges 2-Schritt-Verfahren, bei denen es desagglomeriert und zerkleinert wird. Die Aufbereitung wird durch die Eigenschaften des Wirkstoffs, der schlecht fließt und zu Klumpenbildung neigt, noch erschwert. Bei der Suche nach einer wirkungsvolleren Verarbeitung der Produkte, welche Agglomerate und Klumpen enthalten, stieß Novartis in der Evaluierungsphase einer neuen Prozessanlage auf die Lösung von Frewitt.
Ein altes Problem entknotet
DelumpWitt, die neu entwickelte Brech- und Mahlanlage von Frewitt, konnte aufgrund der positiven Resultate von Vorversuchen als Kernstück in den Prozess der Anlage eingebunden werden.
Bei herkömmlichen Verfahren zur Desagglomeration und Zerkleinerung muss der Anwender zwei Geräte anschaffen, was gegenüber der Eingeräte-Lösung zu höheren Investitionskosten, aufwändigeren Reinigungsverfahren und größeren Pulververlusten führt. Die neue Anlage ermöglicht durch das 2-in-1-Verfahren in einem Gerät zu desagglomerieren und zu zerkleinern.
Die niedrigere Bauweise des neuen Konzepts erleichtert die Integration in eine neue oder bestehende Anlage ganz erheblich. Agglomerate werden zudem schneller und schonender aufgelöst, die Pulververluste sind wesentlich geringer und das Gerät ist einfacher zu reinigen. Sämtliche Agglomerate können in einem Schritt zu rieselfähigem Pulver desagglomiert werden.
Diese neue Technik optimiert Produktionsprozesse, weil sich das rieselfähige Pulver einfacher weiterverarbeiten lässt, zu homogenen Mischungen führt und der Wirkstoff im anschließenden Prozess der Tablettierung regelmäßig verteilt ist.
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